Mietenwahnsinn im Westen Österreichs

„Was für den Osten Zukunftsproblem ist, ist bei uns Realität“, erklärte am 9.9.2019 der „Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängigen“-Spitzenkandidat Ivo Hajnal zu den hohen Mietpreisen im Weste Österreichs. Und im Westen Österreichs sind die Quadratmeterpreise für eine Mietwohnung bis zu dreimal so hoch wie im Osten des Landes. Neun der teuersten zehn Wohnbezirke liegen in den westlichen Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg.

Spitzenreiter des Mietenwahnsinns ist die Stadt Innsbruck mit 17,50 Euro pro Quadratmeter. Dicht gefolgt von der Stadt Salzburg mit einem Schnitt von 15,40 Euro und den Vorarlberger Bezirken Dornbirn (14,70 Euro), Bregenz und Feldkirch (je 14,60 Euro). Wie dramatisch die Situation ist zeigt, dass es der Bezirk Bludenz mit einer stolzen 12,40 Euro qm-Medianmiete nicht mehr unter die „Top Ten des Mietenhorrors“ schafft.

Übrigens Datenbasis für die Berechnung sind nicht „linxlinke Schwarzmaler-Zahlenspiele“, sondern alle im zweiten Halbjahr 2018 und im ersten Halbjahr 2019 auf immowelt.at inserierten Angebote. Die Preise geben den Median der Gesamtmieten (Nettomieten inkl. Betriebskosten) bei Neuvermietungen wieder. Dass heißt im Klartext fünfzig Prozent der angebotenen Mieten liegen noch über diesen Horrorzahlen.

Billiger gibt sich mit Ausnahme von Wien (13,70 Euro) noch der Osten Österreichs. In den günstigsten Bezirken liegt der Mietpreis nicht einmal bei einem Drittel von Innsbrucks: Sankt Veit an der Glan (5,50 Euro), Rohrbach in Oberösterreich (6,70 Euro), Oberpullendorf (6,90 Euro),…

Doch Vorsicht, ohne grundlegend veränderter Politik ist die heutige Realität des „Westens“, das Zukunfts(horror)szenario des Ostens.

Josef Stingl

Ein Gedanke zu „Mietenwahnsinn im Westen Österreichs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.