Linkes Wahlbündnis erklärt: Wir können

Linke versuchen gemeinsam ihre Chancen für einen Einzug in den Nationalrat zu maximieren: KPÖ PLUS, Alternative Listen, Linke und Unabhängige haben sich unter dem Motto „Wir können“ zu einer Wahlplattform zusammengeschlossen. Spitzenkandidat auf der Bundesliste ist der Sprachwissenschaftler Ivo Hajnal. Das Wahlkampfbudget ist mit 120.000 Euro bescheiden.

Politisch hat sich Hajnal laut eigenen Angaben über Jahre in der SPÖ engagiert, 2017 mitgründete er die „links-progressive“ Alternative Liste Innsbruck (ALI). Als erster „Rückkehrer“ seiner Familie, die 1937 vor den Nazis in die Schweiz flüchten musste, zeigt er sich vor allem über diverse die FPÖ betreffende Vorfälle entsetzt, wie etwa die Liederbuch-Affäre oder den Ibiza-Skandal. Letzterer sei „bestenfalls ein Symptom“ einer käuflichen Politik.

„Wir stehen mitten in einem Klassenkampf, der aber von oben nach unter betrieben wird“, will sich Hajnal vor allem Soziallabbau und einer „Politik zum Fremdschämen“ entgegenstellen. Unterstützung auf der Liste bekommt er von der Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr. Sie würde gerne ihre auf kommunaler Ebene gestarteten Initiativen zum Wohnen, wie etwa den Kautionsfonds, bundesweit fortführen. Auch die Abschaffung der Provision für Mieter fordert sie.

Auch das Thema Klimawandel will das Wahlbündnis beackern, wobei Hajnal das Problem nicht nur bei den einzelnen Konsumenten sieht, sondern vermehrt die Unternehmen in die Pflicht nehmen würde. So sei die Idee einer CO2-Steuer zwar „charmant“, treffe aber vorrangig kleine Pendler*innen. Klimawandel sei auch nicht bloß eine „trendige Lifestyle-Geschichte“, die Gesellschaft müsse bei diesem Thema radikal umdenken.

Weiters auf der Bundesliste kandidiert die Sozialwissenschaftlerin Zeynep Arslan. Was den erhofften Erfolg bei der Wahl betrifft, meint Spitzenkandidat Hajnal: „Egal was passiert, er will sich am Wahlabend zumindest selbst in den Spiegel schauen können.“ (IZ, APA)

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