GRÜNER Antrag im Gemeinderat soll für mehr Freiraum sorgen
Im dringenden Antrag im morgigen Gemeinderat wird die Bürgermeisterin aufgefordert, an die Österreichischen Bundesgärten heranzutreten, um eine Betretungsregelung für den Innsbrucker Hofgarten auszuarbeiten, die der Regelung für den Wiener Burggarten ähnelt. Dabei soll angeboten werden, die tägliche Reinigung des Hofgartens auf Kosten der Stadt durchführen zu lassen. Seitens der Österreichischen Bundesgärten gebe es vermehrt Signale, auch historische Gartenanlagen für die Öffentlichkeit nutzbar machen zu wollen, bemerkt Mair, "bei einer Aufhebung des Betretungsverbotes braucht es jedoch eine tägliche Reinigung der Rasenflächen - hier soll nun auch die Stadt einspringen."
"Der Hofgarten ist aber auch ein Symbol dafür, wie verschiedene NutzerInnengruppen der Stadt von einem Ort zum anderen vertrieben werden", untermauert der GRÜNE Gemeinderat Gebi Mair, "der Rapoldipark und die dort eingerichtete 'Schutzzone' war der Anfang. Anschließend wurden am Landhausplatz die Sitzgelegenheiten abmontiert. Und als sich Probleme zum Hauptbahnhof verlagerten, fand man keine andere Lösung als die vollständige Überwachung des Areals mit Videokameras", so Mair. Die GRÜNEN wollen nun den Hofgarten zum Anlass nehmen, eine Diskussion über die Nutzung des öffentlichen Raumes in Innsbrucks zu starten. "Aus unserem Verständnis heraus, dass der öffentliche Raum ein Freiraum für alle Menschen in der Stadt ist, wollen wir Nutzungsmöglichkeiten finden, die sich gegenseitig nicht ausschließen. Der Hofgarten ist ein Symbol für die Frage, ob Menschen in der Stadt willkommen sind und ob sie ihren eigenen öffentlichen Raum auch nutzen können", untermauert Mair die Forderung nach mehr Freiraum.