Naturschutz in der Stadt: Bitte warten?*

Freitag, 09. Mai 2008, 15:02 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Schwarzl: "Natur kennt keine Parteifarbenlehre"*


Obwohl schon im Umweltplan der Stadt Innsbruck aus dem Jahr 1998 gefordert, gibt es bis jetzt offiziell kein Naturschutzmanagement in der Stadt. "Dabei ist ein solches Voraussetzung dafür, dass der Umweltplan im Bereich Naturschutz überhaupt umgesetzt werden kann", stellt die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl fest.

Bereits am 14.6.2006 von GRÜN-StRin Uschi Schwarzl die Installierung eines solchen Naturschutzmanagements beantragt. Der Antrag wurde dem Stadtsenat zugewiesen welcher Ende 2006 Stellungnahmen der MA III - Umwelttechnik und Abfallwirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft angefordert hatte. Gleichzeitig hatte Vizebm. DI Eugen Sprenger angekündigt, in dieser Angelegenheit die seinerzeitige Umweltplan-Arbeitsgruppe Naturschutz einberufen zu wollen.

Jetzt, mehr als ein Jahr später müssten die geforderten Amtsstellungnahmen längst vorliegen - angeblich habe auch die "Projektgruppe Naturschutz" bereits getagt: Nur, der Stadtsenat wurde bis dato weder mit diesen Stellungnahmen noch mit der finalen Beschlussfassung befasst. Ähnlich ergeht es einem weiteren dringlichen Anliegen in Sachen Natur- und Artenschutz: Auch beim dringend notwendigen und von den Grünen beantragten Teich zum Erhalt der einzigartigen Krötenpopulation in Hötting West dürften die Amtsstellungnahmen bereits vorliegen, die Behandlung im Stadtsenat stehe jedoch noch aus.

Per dringlicher Anfrage wollen die GRÜNEN im kommenden Gemeinderat daher den Behandlungsstand der beiden Anträge in Erfahrung bringen und auf Beschlussfassung drängen. "Die Natur kennt keine Parteifarbenlehre", erinnert Uschi Schwarzl. "Sie braucht jetzt sorgsamen Umgang und professionell koordinierende Pflege," fordert die Stadträtin "Dampf" in der Naturschutzpolitik.

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