Gedenken an das Kriegsende

Freitag, 09. Mai 2008, 15:00 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Freiheitskämpfer wollen Netzwerk gegen Rechtsextremismus gründen


Vor 63 Jahren, am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr, wurde durch die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, Helmut Muigg sowie Gemeindrätin Sigrid Marinell und Stadtteilvorsitzende Gerlinde Ritter legten am Donnerstag, ebenfalls um 23 Uhr, am antifaschistischen Mahnmal in der Innsbrucker Rossau einen Kranz mit der Schleife „Niemals Vergessen!“ nieder - im Gedenken an die unsäglichen Verbrechen der Nazis und deren Opfer.

„Wir müssen nach 63 Jahren bedauerlicherweise zur Kenntnis nehmen, dass die Rechte und die Nazis in Teilen der österreichischen Gesellschaft wieder an Einfluss gewinnen“, führte Muigg in einer kurzen Ansprache aus. „Die staatlichen Maßnahmen sind für diese bedenkliche Entwicklung zu wenig! Es bedarf zusätzlich einer aktiven Zivilgesellschaft, will man das menschenverachtende Gedankengut der Nazis und deren Helfershelfer eindämmen“. Er forderte zu mehr Demokratie, Toleranz und Zivilcourage auf.

Muigg kündigte an, nach deutschem Vorbild ein Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Nazis in Tirol zu gründen. Das Netzwerk soll den Namen von Johann Orszag tragen, einem sozialdemokratischen Bildungsfunktionär, der 1938 nach einem Gestapoverhör dem drohenden Konzentrationslager durch Selbstmord zuvorkam.

Die FreiheitskämpferInnen gedachten mit Unterstützung des Renner-Institutes Tirol und der Jusos in einer Reihe von Veranstaltungen der Ereignisse des Jahres 1938. Würdiger Schlusspunkt des Gedenkens ist die Teilnahme an den Befreiungsfeiern im KZ Mauthausen am 18. Mai.

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