BBT LAUT BARROT ERST 2024 FERTIG
Dienstag, 06. Mai 2008, 15:06 Uhr
Beitrag von: O-PT-S
Willi: „Mit jedem Tag verschiebt sich Fertigstellung weiter nach hinten“
Dass der Brenner-Basistunnel ein Projekt für TräumerInnen ist und keine unmittelbare Entlastung vom Schwerverkehr bringt, argumentieren die GRÜNEN seit Jahren. Die neueste Meldung aus Brüssel von heute unterstreicht diese Position: Verkehrskommissar Barrot hat heute bestätigt, dass nicht vor 2024 mit einer Fertigstellung zu rechnen sei. „Sollte alles nach Plan funktionieren, dauert es noch 16 Jahre, bis die Zuwächse am Brenner abgefangen werden können“, sieht sich der GRÜNE Klubobmann in seiner Ablehnung des BBT als Transit-Allheilmittel bestätigt. „Bis 2024 fahren dann nicht mehr ‚nur’ zwei, sondern drei oder vier Millionen LKWs über den Brenner. Wir brauchen – unabhängig vom BBT – die Alpen-Transitbörse, das macht der heuer bekannt gewordene neue Termin für die Fertigstellung des Tunnels einmal mehr klar.“
Auch die zweite wichtige Meldung der EU-Kommission von heute lässt die GRÜNEN aufhorchen. Barrot spricht davon, dass vor allem beim BBT und bei der Bahnverbindung Lyon-Turin die Mitgliedsstaaten zu wenig finanziell beigetragen hätten, sondern sich auf die EU-Förderungen konzentriert hätten. „Das lässt für den BBT Schlimmes vermuten: Es wird nicht beim österreichischen Anteil von 2 Mrd. ¤ bleiben“, so Willis Befürchtung. Das italienische Budgetdefizit lasse außerdem vermuten, dass Österreichs südlicher Nachbar nicht mehr als die vorgesehenen 2,5 Mrd. ¤ zahlen können werde.
Die GRÜNEN wiederholen heute ihren Ruf nach einer echten Reduzierung des Schwerverkehrs. „Nur die Alpentransitbörse ermöglicht eine Halbierung der Transitlawine durch eine Obergrenze für LKW-Fahrten durch Tirol“, stellt Willi abschließend klar.
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http://imzoom.info/article.php/20080506150639916