Eine jüngst präsentierte Studie der Österreichischen Gesellschaft für
Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP) belegt, dass Österreich im
internationalen Vergleich absolutes Schlusslicht in Sachen
Steuergerechtigkeit ist. Während die Vermögen explodieren - alleine das
Geldvermögen ist in zehn Jahren um das Zweieinhalbfache gestiegen -
sinkt das Aufkommen aus Vermögenssteuern beständig. In keinem anderen
OECD- Land werden Vermögen so niedrig besteuert wie in Österreich - es
erreicht weniger als ein Drittel des OECD Schnitts. Dabei geht der
internationale Trend der letzten Jahre sogar zu höheren Vermögenssteuern.
Attac fordert schon seit langem eine Vermögenssteuer für die reichsten zehn Prozent und die steuerliche Gleichstellung von Kapitaleinkommen und Arbeitseinkommen. Diese müsse bei der Steuerreform 2010 jedenfalls umgesetzt werden. Erträge aus Kapitaleinkommen - eingeschlossen Kursgewinne von Aktien und Wertpapieren - sollten den gleichen progressiven Steuersätzen wie hart erarbeitete Löhne und Gehälter unterliegen. Im Gegenzug sollten niedrige und mittlere Arbeitseinkommen entlastet werden.
Studie des ÖGPP: "Vermögensbesteuerung. Ein internationaler Vergleich" zum download: www.politikberatung.or.at