AUS FÜR SCHWARZEN FILZ

Freitag, 02. Mai 2008, 06:54 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Willi : Stopp mit der Vermischung von VP-Bauernbund und Bauernkammer


"Die Offenlegung der Finanzierung der Bauernkammer hat gezeigt, wie teuer die Tiroler SteuerzahlerInnen die gesetzliche Interessensvertretung der Bauern und Bäuerinnen kommt. Wir GRÜNE bekennen uns zur Unterstützung der Bauern. Was aber die ÖVP, konkret der VP-Bauernbund, über die Jahre an politischen Verfilzungen aufgebaut haben, ist unerträglich. VP-Bauernbund und Bauernkammer sind in der Wahrnehmung nach außen eine Einheit -- gewollt und gepflegt von der ÖVP. Dabei ist das eine die mächtigste ÖVP-Teilorganisation, das andere eine überparteiliche Interessensvertretung", ärgert sich der GRÜNE Klubobmann und Argrarsprecher Georg Willi über die Unverschämtheit der ÖVP.

Der VP-Bauernbund profitiert vielfältig von der Bauernkammer: sei es die Miete, die die Kammer an den VP-Bauernbund in der Brixnerstraße bezahlt -- dabei besäße die Kammer ein eigenes Haus in der Wilhelm-Greil-Straße. Oder die Bauernzeitung, die als ÖVP-Parteipostille zweckentfremdet werde. "Wir GRÜNE wollen eine Entflechtung von Kammer und ÖVP-Bauernbund. Wir werden dafür sorgen, dass endlich zwischen der gesetzlichen Interessensvertretung Bauernkammer und dem ÖVP-Bauernbund getrennt wird. Sollte diese intransparente Vermischung anhalten, dann werden wir Landesmillionen für die die Bauernkammer in Frage stellen", kündigt der GRÜNE Klubobmann und Agrarsprecher Konsequenzen an.

"Schließlich haben wir GRÜNE für die Situation der kleinen Bauern und Bäuerinnen Verständnis. Sie sollen für ihre Erzeugnisse faire Preise erhalten -- mit der Konkurrenz der landwirtschaftlichen Industriebetriebe haben sie genug zu kämpfen. Vor allem die rückläufige Zahl der Bio-Betriebe in Tirol bereitet mir große Sorgen. Hier werden wir GRÜNE gegensteuern", schließt Georg Willi.

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