"Lange wartete man auf das von "ExpertInnen" und VP - PolitikerInnen
ausgearbeitete Zukunftsprogramm "Der Tiroler Weg". Werbeagenturen
arbeiteten an der Promotion und das Programm wurde zugegebenermaßen auch
schön verpackt. Der politische Inhalt entspricht aber eher einer
Ansammlung von Schlagwörtern und wirkt im Vergleich zum aufwendigen
Verputz wie ein schlechter Witz." , belächelt Marko Miloradovic,
Landesvorsitzender der Jungen SozialistInnen Tirol, den versuchten Schmäh
der ÖVP Tirol.
Zwei Beispiele (keineswegs das Best - Of) aus dem Forderungskatalog im Kapitel "Jugend"[ file://localhost/Users/markomiloradovic/Desktop/JUSOS%20Tirol%20-%20Zukunftsprogramm.doc/#_ftn1 ][1]:
1. Naturnahe Frei- und Spielräume sind für die Jugendlichen wichtig, um echte Lebenswelten zu erfahren und nicht in virtuellen zu verharren. 2. Die Jungbürgerfeiern sind weiterzuentwickeln und durch jährliche Jugendtage zu ergänzen, auch im Sinne eines Zukunftsdialoges "Jung und Alt". Zu Punkt 1) Aha. Überaus interessante Geschichte. Abgesehen davon, dass so etwas in einem Forderungskatalog steht, aber tatsächlich keine Forderung ist, scheinen die schwarzen Damen und Herren noch nie einen Jugendlichen gesehen zu haben. Glaubt Herwig van Staa wirklich, dass junge Menschen in virtuellen Lebenswelten "verharren"? Und wenn man schon Freiräume für junge Menschen als wichtig erachtet, warum verdrängen seine Volkspartei und ihre Mutationen (bspw. FI) dann Menschen aus dem öffentlichen Raum und lassen zum Beispiel SkaterInnen von Sicherheitspersonal wie Schwerverbrecher (siehe Innsbrucker Stadtdforum) vertreiben? Zu Punkt 2) Wahrscheinlich eine sehr eingängige Forderung, wenn man wüsste was sie eigentlich bedeutet. Wahrscheinlich sollen diese so genannten Jugendtage eine ähnlich halbseidene Angelegenheit, wie der zum Glück nicht mehr existente Jugendlandtag werden. Die Volkspartei denkt also auch weiterhin nicht daran, Jugendlichen wirkliche Mitbestimmungsmöglichkeiten in ihrer Gemeinde oder auf Landesebene zu "gewähren". Möchte die VP also mit der Prämisse "Schützen wir junge Menschen vor ihren eigenen Rechten" in die Zukunft marschieren?" "Abschließend sollte man sich fragen, inwiefern die Tiroler Volkspartei dieses Papier voller Schlagwörter und Halbsätzen eigentlich noch argumentieren bzw. entschuldigen kann? Wie kann man es eigentlich verantworten, dass sehr viele Bäume gefällt worden sind, um das Papier für diesen Schund zu liefern? Ist das wirklich alles, was den ExpertInnen und VP -Po litikerInnen für die Zukunft des Landes eingefallen ist? Soll das allen Ernstes der "Tiroler Weg" sein?", fragt sich Marko Miloradovic. [