Willi: "Obergrenze für LKWs mit Alpen-Transitbörse möglich"
"Die Alpen-Transitbörse funktioniert nach dem Vorbild einer gewöhnlichen Börse: Wir legen eine maximale Belastung von beispielsweise einer Million Fahrten pro Jahr fest. Diese Fahrten werden via Internet gehandelt, die Höchstbieter bekommen den Zuschlag", erklärt Willi. Neben einer erträglichen Anzahl an Transit-LKWs brächte die Alpen-Transitbörse zusätzliches Geld, das in den Ausbau der Schienen-Infrastruktur investiert werden könnte. Die Schweiz arbeitet bereits an der Umsetzung dieses Modells, in Tirol gibt es nur Lippenbekenntnisse. Dabei hält der GRÜNE Klubobmann die Alpen-Trasitbörse bei entsprechender Ausarbeitung auch für EU-rechtskonform. "Wir hatten ja schon einmal eine Obergrenze mit dem Ökopunkte-System."
Der momentane Zustand mit den prognostizierten über 2 Millionen LKW-Fahrten im Jahr 2008 ist für Willi nicht länger hinzunehmen. "Der Transit ist eines der zentralen Probleme dieses Landes und die Landesregierung döst bei den Lösungen vor sich hin. Der Hinweis auf eine Entlastung durch den Brenner-Basistunnel reicht uns GRÜNEN nicht. Bis 2025 kann man die TirolerInnen nicht vertrösten. Anstatt den Kampf gegen die Transit-Lawine hier und jetzt aufzunehmen, wird an weiteren Transit-Routen wie am Tschirgant-Tunnel im Oberland gebastelt. Diese Politik ist schlicht und einfach völlig verkehrt." Die GRÜNEN sehen den Ball bei den TirolerInnen: "Am 8. Juni muss diese Regierung, die den Kampf gegen den Transit bereits aufgegeben hat, abgewählt werden."