Qualität kostet

Sonntag, 06. April 2008, 14:07 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Schiessling kontert Zanon bezüglich Krankenkassen


Der Gesundheitsbericht des Landes zeigt, dass die medizinische Versorgung in Tirol im Großen und Ganzen gut funktioniert, sagt heute SP-Gesundheitssprecherin Gabi Schiessling. Um diese Qualität zu sichern und auszubauen – etwa im Bereich der ambulanten Therapien oder der fehlenden Facharztstellen – braucht es Geld. „Und da ist die Aufforderung an die Kassen, ihre finanziellen Probleme selbst zu lösen, der falsche Weg“, kritisiert Schiessling.

„Wenn Landeshauptmannstellvertreterin Zanon das so sieht, dann ignoriert sie geflissentlich, dass die Kassen gesetzliche Aufträge haben und dazu seit blau-schwarzen Regierungszeiten auch Leistungen bezahlen müssen, die nicht in ihre eigentliche Zuständigkeit fallen“, sagt die SP-Abgeordnete. Etwa das Hineinzahlen in das Wochengeld. „Das hat mit dem Auftrag, Kranke zu heilen, nichts mehr zu tun.“ Würden nur diese zusätzlichen Aufträge an die Kassen wegfallen, käme etwa die Tiroler Gebietskrankenkasse aus den roten Zahlen heraus, ist Schiessling überzeugt.

Die TGKK hat ihre Hausaufgaben gemacht, betont Schiessling. „Bei einem Verwaltungsaufwand von 31 Euro pro Versichertem und Jahr gibt es kein Einsparungspotenzial mehr.“

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