Unter dem Motto "Play Fair 2008" sollen in der Sportbekleidungsindustrie vor allem in den Ländern des "Südens" fairere Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden
Die internationale Kampagne "Play Fair 2008" fordert die großen Marken der Sportbekleidungsindustrie sowie Sportinstitutionen wie das IOC auf, "deutliche Schritte für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben zu setzen", sagte die "Clean Clothes"-Koordinatorin Michaela Königshofer. Bereits anlässlich der Olympischen Spiele 2004 in Athen konnten weltweit mehr als eine halbe Million Unterschriften für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen gesammelt werden. "Dieser Rekord soll dieses Jahr gebrochen werden, damit die Stimmen der besorgten Konsumenten nicht überhört werden können", so Königshofer. Olympia ist Anlass für "Clean Clothes"-Kampagne Unter dem Motto "Play Fair 2008" sollen in der Sportbekleidungsindustrie vor allem in den Ländern des "Südens" fairere Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden
Konkrete Forderung von "Play Fair 2008" ist u.a., dass Regierungen Verantwortung dafür übernehmen, die Rechte von ArbeiterInnen zu schützen und Unternehmen bei Arbeitsrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem soll es den ArbeiterInnen ermöglicht werden, sich zu organisieren, damit sie ihre Interessen durchsetzen können. Das IOC soll bei der Vergabe künftiger Olympischer Spiele auf Arbeitsrechte Wert legen und dies zum Bestandteil der Olympischen Charta und des IOC-Verhaltenskodex ("Code of Ethics") machen. Konsumenten in Österreich können die Kampagne durch die Unterzeichnung einer "Play Fair-Petition", durch Postkarten an die Sportbekleidungshersteller oder durch Unterstützung der weltweiten SMS- und E-Mail-Aktion "Catch the Flame" unterstützen. Als Befürworter der Kampagne konnten u.a. Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka gewonnen werden. (Informationen: www.cleanclothes.at ).