JungsozialistInnen fordern auch in Tirol einheitliche qualitative Schulbildung
Als symptomatisch bezeichnet es Miloradovic, dass der Verein Neustart Perspektivenlosigkeit, Armut und zu hohe Anforderungen für die zunehmenden Gewaltprobleme an Schulen verantwortlich macht. "Unser Bildungssystem hat die Aufgabe, jungen Menschen Perspektiven und Bildung nahe zu bringen und nicht, SchülerInnen Angst und Depressionen zu bereiten! Gleichzeitig selektiert bewiesenermaßen unser Bildungsystem noch immer Kinder mit 10 Jahren in Arm und Reich. Das Nichtstun in diesem Bereich, bedeutet am Problem zu zündeln und nicht dem Problem zu entgegnen. Hier bedarf es einer flächendeckenden Einführung der Gesamtschule sowie ein mehr an Finanzierungfür das Bildungssystem", so Miloradovic.
Die JUSOS Tirol fordern in Anbetracht einer bestimmt wiederkehrenden seichten "Gewalt-Diskussion", das Problem von Gewalt in der Schule nicht täterInnenzentriert, sondern als gesamtgesellschaftliches Problem zu betrachten: "Wenn Kinder und Jugendliche zunehmend Gewalt anwenden, so ist dies letztlich immer ein Spiegel der Erwachsenenwelt. Moralische Appelle, Vorschläge für Erziehungscamps oder die Forderung Strafverschärfung sind hier in jedem Fall kontraproduktiv.", so Miloradovic abschließend.