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 Freitag, 09. Mai 2008, 14:52 Uhr

1,3 MILLIONEN MUSS AUSBAU DER KINDERBETREUUNG WERT SEIN

   
Die GrünenHörmann: "LRin Zanon sagt Nein zu familienfreundlicher Kooperation mit dem Bund"
"Für den Ausbau der Kinderbetreuung müssen wir in Tirol jeden Euro nehmen, der aus Wien kommt", bezieht die GRÜNE Frauensprecherin Angelika Hörmann deutlich Position zum aktuellen Streit zwischen dem Frauenministerium und LRin Zanon. "Die angebotenen 1,3 Millionen Euro brauchen wir dringend, wenn wir endlich ein familienfreundliches Land werden wollen", macht Hörmann klar. Der Bund investiert 60 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung, wenn die Länder ihren jeweiligen Anteil verdoppeln - Tirol bekäme 1,3 Millionen Euro vom Bund, wenn das Land noch einmal die selbe Summe dazu gibt. LRin Zanon weigert sich aber, den nötigen Zuschuss des Landes zur Verfügung zu stellen.

Gerade wegen der Verpflichtung, einen großen Teil des Gelds in ganztägige Betreuungs-Einrichtungen zu investieren, den Ausbau zu verhindern, findet Hörmann gänzlich unverständlich: "Bei der Betreuung von Kindern über Mittag liegt Tirol im Bundesländer-Vergleich an vorletzter Stelle, ebenso bei der Berufstätigkeit von Müttern", verweist die GRÜNE Frauensprecherin auf aktuelle Daten der Statistik Austria. Die Mütter von Hort- und Kindergartenkindern arbeiten gerade einmal zu 10% Vollzeit. "In Kärnten arbeiten 25% dieser Mütter, in Wien sogar 40%. Der häufigste Grund für die geringe Beschäftigungsquote junger Mütter ist das nicht ausreichende Betreuungsangebot in ländlichen Gebieten. Mit den insgesamt 2,6 Mio. Euro könnten wir spät aber doch anfangen, die Betreuungslücken zu schließen", argumentiert Hörmann.

"Bei den Prestigeprojekten des Landeshauptmanns werden dutzende Millionen verschleudert und da, wo man die Tiroler Familien unterstützen könnte, regiert der Geiz", ärgert sich die GRÜNE Frauensprecherin. "Mit Familienfreundlichkeit hat das überhaupt nichts zu tun", meint Hörmann abschließend. Die GRÜNEN fordern von LRin Zanon die Zusage des Landes-Zuschuss', damit die Eltern im kommenden Schuljahr bereits auf ein ausgebautes Betreuungs-Angebot zurückgreifen können.
 

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