Wiesmüller: "ÖVP manövriert Tirol mit vier Leistungsgruppen in die bildungspolitische Sackgasse"
Die Leistungsgruppen stellen für SchülerInnen viel zu früh Weichen in der Bildungslaufbahn, die nur schwierig rückgängig zu machen sind. "In der ersten Klasse Hauptschule ist noch eine gewisse Durchlässigkeit gegeben, etwa 20% der SchülerInnen wechseln hier zwischen den Leistungsgruppen. In der vierten Klasse Hauptschule wechseln nur mehr 2% der SchülerInnen zwischen den Gruppen", weiß die GRÜNE Landtagsabgeordnete. Damit sei es, so Wiesmüller weiter, für Kinder aus der zweiten oder dritten Leistungsgruppe kaum mehr möglich, aufzusteigen und damit die Aufnahmekriterien für ein Gymnasium oder für eine andere höhere Schule zu erfüllen. "Und jetzt will es die ÖVP noch eine Leistungsgruppe, damit es noch mehr Selektion gibt."
Die GRÜNEN sehen die Tiroler ÖVP damit in einer bildungspolitischen Sackgasse, aus der nur neue Mehrheiten nach der Landtagswahl führen können. "Die ÖVP garantiert unter Führung des Landeshauptmanns für ein noch selektiveres, schwächere SchülerInnen noch mehr benachteiligendes Schulwesen, anstatt den Weg für eine gemeinsame Schule zu ebnen", stellt Wiesmüller klar. Dabei gebe es in der ÖVP durchaus Kräfte, die bereits die Notwendigkeit einer Reform für mehr Durchlässigkeit in den Hauptschulen erkannt haben. "AK- Präsident Dinkhauser und die Tiroler NR-Abgeordnete Hakl haben endlich verstanden, wofür wir GRÜNEN seit Jahren eintreten: Es braucht weniger und im Idealfall einer Neuen Mittelschule gar keine Leistungsgruppen mehr", appelliert Wiesmüller abschließend.