<b>Integration als Kriterium, ExpertInnen verankert und Vorschlagsrecht für
alle erreicht*
</b><hr>
Mit viel inhaltlichem und emotionalem Einsatz sind die beiden GRÜN-
PolitikerInnen Gemeinderätin Renate Krammer-Stark und Stadträtin Uschi
Schwarzl in die gestrige gemeinsame Sitzung von Bildungs- und Kulturausschuss
der Stadt Innsbruck gegangen. Auf der Tagesordnung stand die kurz vor der
letzten Gemeinderatswahl 2006 von der "Initiative Minderheiten" an alle
Fraktionen herangetragene Idee, jährlich einen "Preis der Kulturen" der Stadt
Innsbruck zu verleihen. Von der SPÖ 2006 in Antragsform gegossen, lag den
beiden Ausschüssen gestern der Richtlinienvorschlag des Amtes vor.
Von den GRÜNEN wurde bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung eine kritische
Überarbeitung dieser Richtlinien an die Ausschussvorsitzenden
übermittelt. "Denn wir GRÜNE freuen uns zwar, dass diese Initiative endlich
auf Schiene kommt, wünschen uns aber anstatt eines ,Preises der Kulturen'
einen ,Integrationspreis'", erläutert die GRÜNE Integrationssprecherin Renate
Krammer-Stark den Vorschlag des Amtes, der nur die Förderung einzelner
Kulturen vorsah. "Dem gegenüber sind wir GRÜNE der Meinung, dass die Arbeit
für Begegnung, gegenseitigen Austausch, positive Auseinandersetzung und das
Miteinander von Innsbruckerinnen und Innsbruckern verschiedener Herkunft im
Vordergrund stehen sollen," erläutert Krammer-Stark.
</p>
"Besonders wichtig sind uns GRÜNE auch die Qualität der Jury sowie ein
offener Zugang für alle Projekte und Initiativen," schließt sich die GRÜNE
Kultursprecherin Stadträtin Uschi Schwarzl an, und weist auf zwei weitere
Forderungen hin. Einerseits dürfe die Jury nicht nur aus Ausschussmitgliedern
bestehen, sondern müsse jedenfalls auch IntegrationsexpertInnen umfassen, zum
anderen dürfe das Vorschlagssrecht für die Nominierung von Projekten nicht
nur bei der Jury liegen. Vielmehr solle es jedermann/frau offen stehen,
Initiativen für den Preis vorzuschlagen, aus denen dann eben die Jury den/die
PreisträgerIn auswählt. "Denn nur offener Zugang ermöglicht die
Sichtbarmachung der Vielfalt und Buntheit in der Stadt, auch wenn letztlich
nur eine Preisvergabe möglich ist," betont Schwarzl.
</p>
GRÜNE Vorarbeit und Einsatz in den Ausschüssen haben sich gelohnt. "Obwohl
der Preis nach wie vor "Preis der Kulturen heißen wird, wurden doch die
Aspekte Integration, Begegnung und Miteinander als Kriterien für die
Zuerkennung des Preises aufgenommen, in der Jury werden
IntegrationsexpertInnen explizit verankert und jeder/m ProjektwerberIn steht
es nunmehr frei, den Jurymitgliedern Vorschläge zu unterbreiten," freuen sich
Krammer-Stark und Schwarzl, dass sich intensive inhaltliche
Auseinandersetzung und Einsatz im Ausschuss mitunter doch bezahlt machen.