Türkisch-Kurse für VolkschullehrerInnen

Freitag, 07. März 2008, 12:31 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Niederwieser: Hausers Kritik ist eines Professors nicht würdig!


An der Pädagogischen Hochschule Tirol können künftige VolksschullehrerInnen Grundkenntnisse der türkischen Sprache erlernen. Für den SP-Nationalratsabgeordneten Erwin Niederwieser ein "grundvernünftiges Angebot". Deshalb weist er die Kritik des FP-Abgeordneten Gerald Hauser an diesem Ausbildungsmodul zurück: "Hausers parlamentarische Anfrage zeugt von Xenophobie, ist unpädagogisch und eines Professors nicht würdig", sagt Niederwieser

"Es ist die erste Aufgabe jeder Lehrerin und jedes Lehrers, auf die pädagogischen Erfordernisse der Kinder eingehen zu können", betont der SP-Bildungssprecher. "Und ob es jemandem passt oder nicht: Es ist eine Tatsache, dass es je nach Schule zwischen 0 und 30 Prozent an Kindern gibt, deren Erstsprache türkisch ist. Ein paar Worte türkisch zu können, ist da absolut kein Fehler.2 Das ersetze natürlich nicht den muttersprachlichen Unterricht, für den es eigens ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer gibt.

"Zusätzliche Sprachkenntnisse sind ein Reichtum, gerade in einem Tourismusland und gerade in einer globalisierten Wirtschaft. Wer das verhindern will, der raubt der Jugend gleichzeitig ein Stück an Zukunftschancen“, schreibt Niederwieser dem FP-Mandatar ins Stammbuch. "Hauser sollte hier nicht als Rechtspopulist, sondern als aufgeklärter Lehrer agieren." Falls es stimme, dass sich Studierende beschweren, solle Hauser eine fachlich fundierte Antwort geben, anstatt eine parlamentarische Anfrage daraus zu machen. "Für mich ist klar: Wer sich über solche Module beschwert, der sollte nicht Lehrer werden!"

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