Ohne freie Flächen, keine legalen Sprays.

Freitag, 07. März 2008, 12:15 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

"Es ist durchaus erfreulich, wenn Innsbrucks BM Hilde Zach Graffiti als eine moderne, urbane Mitteilungsform anerkennt und auch fördern will. Sie verkennt aber, dass ihre bisherige Kulturpolitik, diese Kunstform in die Illegalität gezwungen hat.", sagt Marko Miloradovic, Landesvorsitzender der Jungen SozialistInnen Tirol.

"Der Knackpunkt zwischen Illegalität und Legalität liegt im vorhandenen Platz, der den meist jungen SprayerInnen geboten wird, um aus einer grauen Betonwand ein Kunstwerk zu schaffen. So ist die größte Spray - Fläche Innsbrucks am Tivoliareal zu finden, die aber aus Mangel an alternativen Örtlichkeiten zum Bersten voll ist. Möglichkeiten diesem Platzmangel Herr zu werden, sind zur Genüge vorhanden. Man denke an Unterführungen (bspw. Inn - Unterführungen) oder Wohnbauflächen.", führt Miloradovic aus.

"Eine Zachsche Ungereimtheit sollte aber noch aus der Welt geschaffen werden. Zach kritisiert nicht Graffitis, sondern das so genannte Taggen, also die im Zusammenhang mit Graffiti stehende Signatur oder Unterschrift des jeweiligen Sprayenden. Beim Taggen wird im Gegensatz zu "normalen" Graffitos, die noch in gewisser Art und Weise wegen ihres Unterhaltungswertes geduldet werden, für Außenstehende nicht ersichtlich, worin der Bedeutung des Tags liegt und werden leider oft als Geschmiere angesehen. Aber auch diese Ausdrucksform muss in einer Stadt wie Innsbruck mit öffentlichen Anlagen ihren Platz neben den eigentlichen Graffitis einnehmen.", so Marko Miloradovic abschließend.

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