Medwedeff: " Rauch, Khol und Gallop haben massiven Erklärungsbedarf"
Einer der wichtigsten Spieler im schwarzen Postenschacher-Kabinett sei der heutige Landes-Polizeikommandant Oskar Gallop, erklärt Medwedeff: "Gallop war 2001 am Aufbau des Büro für interne Angelegenheiten (BIA) beteiligt und legte sich offensichtlich bei der Vergabe von Posten für ÖVPler im ganzen Land ins Zeug. Er wurde in Tirol Landespolizeikommandant, ohne jemals die entsprechende Ausbildung auf einer Sicherheitsakademie absolviert zu haben. Strasser ernannte Gallop zum Polizeioffizier, nur so war dessen Bestellung überhaupt möglich." (siehe angehängten Artikel)
Einer der Pressesprecher des damaligen ÖVP-Innenministers Strasser war zu jener Zeit der jetzige Tiroler ÖVP-Geschäftsführer Johannes Rauch. Mathias Vogl ist jener Sektionschef im Innenministerium, der laut dem GRÜNEN Sicherheitssprecher Peter Pilz im Fall Zogaj auf einer Pressekonferenz vertrauliche Daten an die Medien weiter gegeben haben soll (APA vom 11.2.08). Vogl kommt ebenfalls aus Tirol. Ebenso aus Tirol kommen Strassers Kabinettschef Christoph Ulmer und der Leiter des BIA, Martin Kreutner. Letztere hatten sich als Nachrichtenoffiziere beim Bundesheer kennengelernt. Erklärungsbedarf haben für die GRÜNE Landesgeschäftsführerin vor allem VP-Geschäftsführer Rauch und der Tiroler Landespolizeikommandant. "Gallop war offenbar einer der Drahtzieher zu Strassers Zeiten als Innenminister, er soll die Karten auf den Tisch legen." Rauch müsse jetzt sein Rückzugsgefecht beenden und die wichtigsten Fragen beantworten, die zu seiner Person im Raum stehen: "Schließen Sie aus, dass Sie sensible Daten über politische GegnerInnen aus dem Innenministerium erhalten und politisch verwendet haben? Und wussten Sie als Pressesprecher des Innenministers Strasser Bescheid darüber, wie im Ministerium über die Vergabe von Posten bei der Polizei bestimmt wurde?" Die im zweiten Absatz angesprochenen Artikel finden Sie im Anhang bzw. unter http://www.kripoonline.at/krb/show_art.asp?id=902