TIROLER ÖVP-SPITZE STECKT TIEF IM INNENMINISTERIUMS-SUMPF

Montag, 03. März 2008, 17:54 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Medwedeff: " Rauch, Khol und Gallop haben massiven Erklärungsbedarf"


"Die Verbindungen des schwarzen Sumpfs im Innenministerium nach Tirol werden immer deutlicher", äußert sich die GRÜNE Landesgeschäftsführerin Alexandra Medwedeff zu neuesten Aufdeckungen der 'Zeit im Bild 2' vom Freitag und des heutigen 'Profil'. "Da intervenierte Andreas Khol im Innenministerium wegen einer Postenbesetzung, dort erhielt eine schwarze Gemeinde im Zillertal bei der Vergabe eines Gendarmerie-Postens den Vorzug gegenüber einer Gemeinde mit SPÖ-Bürgermeister." Tirol stecke tief im Innenministeriums-Sumpf.

Einer der wichtigsten Spieler im schwarzen Postenschacher-Kabinett sei der heutige Landes-Polizeikommandant Oskar Gallop, erklärt Medwedeff: "Gallop war 2001 am Aufbau des Büro für interne Angelegenheiten (BIA) beteiligt und legte sich offensichtlich bei der Vergabe von Posten für ÖVPler im ganzen Land ins Zeug. Er wurde in Tirol Landespolizeikommandant, ohne jemals die entsprechende Ausbildung auf einer Sicherheitsakademie absolviert zu haben. Strasser ernannte Gallop zum Polizeioffizier, nur so war dessen Bestellung überhaupt möglich." (siehe angehängten Artikel)

Einer der Pressesprecher des damaligen ÖVP-Innenministers Strasser war zu jener Zeit der jetzige Tiroler ÖVP-Geschäftsführer Johannes Rauch. Mathias Vogl ist jener Sektionschef im Innenministerium, der laut dem GRÜNEN Sicherheitssprecher Peter Pilz im Fall Zogaj auf einer Pressekonferenz vertrauliche Daten an die Medien weiter gegeben haben soll (APA vom 11.2.08). Vogl kommt ebenfalls aus Tirol. Ebenso aus Tirol kommen Strassers Kabinettschef Christoph Ulmer und der Leiter des BIA, Martin Kreutner. Letztere hatten sich als Nachrichtenoffiziere beim Bundesheer kennengelernt.

Erklärungsbedarf haben für die GRÜNE Landesgeschäftsführerin vor allem VP-Geschäftsführer Rauch und der Tiroler Landespolizeikommandant. "Gallop war offenbar einer der Drahtzieher zu Strassers Zeiten als Innenminister, er soll die Karten auf den Tisch legen." Rauch müsse jetzt sein Rückzugsgefecht beenden und die wichtigsten Fragen beantworten, die zu seiner Person im Raum stehen: "Schließen Sie aus, dass Sie sensible Daten über politische GegnerInnen aus dem Innenministerium erhalten und politisch verwendet haben? Und wussten Sie als Pressesprecher des Innenministers Strasser Bescheid darüber, wie im Ministerium über die Vergabe von Posten bei der Polizei bestimmt wurde?"

Die im zweiten Absatz angesprochenen Artikel finden Sie im Anhang bzw. unter http://www.kripoonline.at/krb/show_art.asp?id=902

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