Schiessling: Privatspital ist "mehr schlechte als rechte" Lösung
Es sei zwar zu begrüßen, dass nun eine Lösung ins Haus steht, sagt Schiessling, denn die beiden benachbarten Krankenhäuser in St. Johann und Kufstein leiden massiv unter dem Patt zwischen Kitzbühel und Land Tirol. Ihre Um- bzw. Ausbaupläne hängen ja von der Entscheidung in Kitzbühel ab. "Traurig ist aber, dass mit der Errichtung eines privaten Sanatoriums wieder ein Stück Zwei-Klassen-Medizin verwirklicht wird", sagt Schiessling. "Verwaltung und Ärzteschaft des Sanatoriums werden sich - wie bei privaten Kliniken üblich - die leichten und lukrativen Arbeiten herauspicken und die anderen Fälle den öffentlichen Krankenhäusern überlassen", fürchtet die SP-Gesundheitssprecherin.
Noch im Jänner hatte sich die zuständige Landesrätin Zanon klar gegen ein Privatspital in Kitzbühel ausgesprochen. "Dass ein solches nun dennoch kommen soll, wirft ein schlechtes Licht auf die Gestaltungskraft der ÖVP", sagt Schiessling. "Offensichtlich ist vor lauter Streiten keine bessere Lösung möglich. Da kann man nur sagen: na bravo!"