KH Kitzbühel: Ruhe auf Kosten der PatientInnen

Montag, 03. März 2008, 17:51 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Schiessling: Privatspital ist "mehr schlechte als rechte" Lösung


Dass sich in Kitzbühel nun mit dem Plan eines Privatspitals eine Lösung des quälenden Konflikts rund um die Zukunft des Krankenhauses abzeichnet, ist für die Gesundheitssprecherin der SPÖ Tirol, Gabi Schiessling, "mehr Leid als Freud".

Es sei zwar zu begrüßen, dass nun eine Lösung ins Haus steht, sagt Schiessling, denn die beiden benachbarten Krankenhäuser in St. Johann und Kufstein leiden massiv unter dem Patt zwischen Kitzbühel und Land Tirol. Ihre Um- bzw. Ausbaupläne hängen ja von der Entscheidung in Kitzbühel ab. "Traurig ist aber, dass mit der Errichtung eines privaten Sanatoriums wieder ein Stück Zwei-Klassen-Medizin verwirklicht wird", sagt Schiessling. "Verwaltung und Ärzteschaft des Sanatoriums werden sich - wie bei privaten Kliniken üblich - die leichten und lukrativen Arbeiten herauspicken und die anderen Fälle den öffentlichen Krankenhäusern überlassen", fürchtet die SP-Gesundheitssprecherin.

Noch im Jänner hatte sich die zuständige Landesrätin Zanon klar gegen ein Privatspital in Kitzbühel ausgesprochen. "Dass ein solches nun dennoch kommen soll, wirft ein schlechtes Licht auf die Gestaltungskraft der ÖVP", sagt Schiessling. "Offensichtlich ist vor lauter Streiten keine bessere Lösung möglich. Da kann man nur sagen: na bravo!"

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