GRÜNE fordern Rückgabe des Gemeindeguts
"In Mieming war es möglich, dass Agrargemeinschafts-Mitglieder 7 ¤ pro Quadratmeter Baugrund bezahlt haben, während andere GemeindebürgerInnen 250 ¤ zahlen mussten. Und das, obwohl es sich in beiden Fällen um Gemeindegut handelte. Während die Gemeinde für die Bedürfnisse ihrer BürgerInnen der Agrargemeinschaft teuer den Grund abkaufen musste, der eigentlich der Gemeinde gehören müsste, haben sich die Agrargemeinschafts-Mitglieder billigstes Bauland geholt", zeigt Georg Willi die konkreten Auswirkungen auf.
Die GRÜNEN fordern, dass die Landesregierung die betroffenen Agrargemeinschaften zwingt, das unrechtsmäßig erworbene Gemeindegut an die Gemeinden zurückzuführen. "Mieming ist das Paradebeispiel für unrechtsmäßige Aneignung. In ganz Tirol sind rund 2000 Quadratkilometer davon betroffen", so der GRÜNE Klubobmann. Abschließend weist Willi darauf hin, dass es ihm ein großes Anliegen sei, nicht alle Agrargemeinschaften in einen Topf zu werfen. "Es haben sich zum Glück nicht alle derart schamlos beim Gemeindegut bedient, wie in Mieming." Trotzdem müsse die Trennung von GemeindebürgerInnen in AbkassiererInnen und ZahlerInnen ein Ende haben.