Der ÖGB Tirol veranstaltet gemeinsam mit den ÖGB-Pensionisten in den kommenden Monaten in allen Tiroler Bezirken für ÖGB Mitglieder eine Steuersparaktion. Bei Steuer-Sprechtagen in den ÖGB-Bezirkssekretariaten geben ExpertenInnen Tipps zum Steuersparen. Der ÖGB Tirol schätzt, dass die Tiroler ArbeitnehmerInnen dem Finanzminister jährlich rund 30 Millionen Euro schenken, weil sie zum Beispiel keinen Arbeitnehmerveranlagung machen.
"Die Arbeitnehmerveranlagung bedeutet meistens Zahltag für den Finanzminister. Es ist Zeit, dass die ArbeitnehmerInnen sich vom Finanzamt das zurückholen, was ihnen zusteht. Unsere Fachleute werden in jeder Hinsicht behilflich sein. Wir helfen beim Aufstellen der Arbeitnehmerveranlagung, beim Ausfüllen der Formulare und geben zusätzlich ein paar Steuerspartipps dazu", so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Franz Reiter.
"Gerade für ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen mit einem niedrigen Einkommen zahlt es sich aus, sich für den sogenannten Steuerausgleich Zeit zu nehmen. Gewerkschaftsbeiträge, Arbeitskleidung, Weiterbildungsgebühren, Kirchenbeiträge können bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden", so Gottfried Kostenzer vom ÖGB-Rechtsschutzreferat. "AlleinverdienerInnen, AlleinerzieherInnen, WiedereinsteigerInnen, Lehrlinge, Teilzeitbeschäftigte oder Personen, die während des Jahres nicht durchgehend beschäftigt waren, haben auf jeden Fall Chancen, Steuern zurück zu bekommen. Was viele nicht wissen: Auch Arzt-, Krankenhaus- oder Kurkosten so wie Prämienzahlungen für Lebens, - Kranken- oder Unfallversicherungen können steuerlich abgesetzt werden", so Gottfried Kostenzer. "Die Einnahmen des Finanzministers aus der Lohnsteuer sind seit 2005 um fast 18 Prozent angestiegen. Der Finanzminister kann sich über Steuerrekordeinnahmen freuen, für die zum Großteil die ArbeitnehmerInnen blechen", so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Franz Reiter. Der Tiroler ÖGB-Vorsitzende fordert daher eine rasche Steuerreform, die eine spürbare Entlastung für die Tiroler ArbeitnehmerInnen bringt.