SPÖ-Nationalrat Erwin Niederwieser, der sich zunächst als Völser Vizebürgermeister und dann als Abgeordneter gegen unzumutbare Lärmbelastungen der Bevölkerung durch zu laute Flüge eingesetzt hat, ortet in letzter Zeit wieder Handlungsbedarf und eine zunehmende Verärgerung in der Bevölkerung über die zeitweise schon wieder "unerträgliche Lärmbelastung" durch den Fluglärm am Innsbrucker Flughafen.
"Das ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, sondern ergibt sich auch klar aus den Fluglärm-Messdaten. Wenn man die Starts und Landungen der letzten Samstage ansieht, dann "geht das einerseits schon wie am Fließband und andererseits reichen die Lärmbelastungen z.B. von unter 60 dB der Dash bis zu über 90 dB bei Charterflugzeugen wie den Boeings 738 und 752 aber auch des Airbus - ein Lärmpegel deutlich jenseits des Erträglichen", betont Niederwieser.
Niederwieser kündigt Initiativen in zwei Richtungen an: Einerseits sollen die die zulässigen Höchstwerte gemäß der ZLV 2005 (=Zivilluftfahrzeug-Lärmzulässigkeitsverordnung) weiter gesenkt werden und andererseits ist die Innsbrucker FlughafenbetriebsGmbH aufgefordert, bei aller Expansionseuphorie auf die Akzeptanz durch die Bevölkerung zu achten. "Früher einmal war der Innsbrucker Flughafen allen anderen in puncto Fluglärm und Umweltstandards einen Schritt voraus, heute ist er nur noch durchschnittlich. Das muss sich wieder ändern und dazu gehört, dass die Flug- und Lärmmessdaten auch wieder für jedermann jederzeit öffentlich einsehbar bzw. im Internet abrufbar sind" so Niederwieser abschließend.