"Wenn die von den Sozialpartnern gestern beschlossenen Verbesserungen in der Lehrlingsausbildung auch in Tirol umgesetzt werden, dann bedeutet das eine Stärkung des Tiroler Wirtschaftsstandortes", erklärt der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Franz Reiter. In Tirol würden noch immer rund 1000 Lehrstellen in zukunftsorientierten Branchen fehlen. "Von der beschlossenen Stärkung der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung erhoffe ich mir einen starken Impuls gerade in diesen Bereichen. Denn noch immer lernen 50 Prozent der Tiroler Mädchen nur drei Lehrberufe und 50 Prozent der Burschen nur 10 Lehrberufe", so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende.
"In Tirol herrscht ein Mangel an attraktiven Lehrstellen. Die gemeldeten freien Lehrstellen und die Berufswünsche der Tiroler Jugendlichen liegen meilenweit auseinander", sagt Philip Wohlgemuth, Landessekretär der Tiroler Gewerkschaftsjugend. Über 72 Prozent der 485 offenen Lehrstellen in Tirol (Stand Dezember) werden im Fremdenverkehr angeboten. "Aber nur die wenigsten Lehrstellensuchenden (sieben Prozent) suchen in diesem Bereich eine Lehrstelle", informiert Philip Wohlgemuth, Landessekretär der Tiroler Gewerkschaftsjugend.
"Der Großteil der offenen Lehrstellen ist für die Tiroler Jugendlichen in punkto Bezahlung, Weiterbildungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten unattraktiv", so Franz Reiter und Philip Wohlgemuth abschließend.