Als völlig falsches Signal wertet Grün-StRin Schwarzl die jüngsten Aussagen von Nordpark-Geschäftsführer Schroll, wonach die Hungerburgbahn beim nächsten Freizeitticket voraussichtlich nicht mehr dabei sein wird, weil das nur eine Kennenlern-Aktion gewesen sei und man die Bahn nicht verschenken dürfe.
"Abgesehen davon, dass das Freizeitticket ja kein Geschenk, sondern von den NutzerInnen bezahlt ist, und sich die Verbundteilnehmer anteilig die Einnahmen aufteilen, hat die Stadt Innsbruck mittlerweile wohl an die 40 Mio. Euro in die neue Bahn investiert. Den Innsbrucker SteuerzahlerInnen einen Bruchteil davon in Form des - ohnehin bezahlten - Freizeittickets zurückzugeben, kann wohl nicht als Verschenken der Bahn bezeichnet werden," kritisiert Schwarzl das Rückzugsgefecht der Nordpark GmbH. Auch wenn die Stadt keine Tarifhoheit mehr habe, harte Verhandlungen jedoch dürfen wohl gefordert werden.
Als Hintergründe für den angekündigten Rückzug ortet Schwarzl sowohl ein Gerangel um die Einnahmenaufteilung zwischen den Freizeitticket-Teilnehmern, das jedoch nicht auf dem Rücken der InnsbruckerInnen ausgetragen werden dürfe, als auch die Tatsache, dass die Nordpark GmbH. für Fahrten mit dem Freizeitticket keine Refundierung seitens der Stadt erhält, während die Stadt pro Fahrt mit einer Zeitkarte 1.- Euro an die Nordpark zahlen muss. Da viele Freizeitticket-BesitzerInnen wohl auch IVB-Zeitkarten haben, würde bei Wegfall der Hungerburgbahn aus dem Freizeit-Ticket-Verbund für die Hungerburgbahn vermehrt auf Zeitkarten zurückgegriffen werden. Schön für die Nordpark GembH., weniger schön für die Stadt. "Die Seegrube ist das Freizeit - und Naherholungsgebiet der InnsbruckerInnen, ein Freizeitticket ohne die Zubringerbahn auf die Hungerburg wäre kein Innsbrucker Freizeitticket," fordert Schwarzl rasche und harte Verhandlungen mit der Nordpark GmbH.