Legen Sie das Amt zurück, wenn Sie uns nicht vertreten"

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 14:46 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Messe-Fehlentscheidung der Wirtschaftskammer wird zu Debakel der Stadtregierung


"Michael Bielowski steht offenbar wirklich nicht mehr zur Verfügung" interpretiert Gemeinderat Gebi Mair dessen kolportierte Abwesenheit bei der Aufsichtsratssitzung der Congress und Messe GmbH, in der die Wirtschaftskammer ihren Rückzug aus der Messe bekannt gab. Die GRÜNEN hatten im Gemeinderat beantragt, Bielowski nach seiner Bestellung zum Olympiaworld-Geschäftsführer als Vertreter der Stadt in allen Aufsichtsräten abzuberufen, waren jedoch von der Koalitionsmehrheit aus FI, SPÖ und ÖVP überstimmt worden. Dies obwohl Bürgermeisterin Hilde Zach erklärt hatte, Bielowski stehe nach seiner Olympiaworld-Kür "nicht mehr zur Verfügung" für weitere Funktionen.

"Legen Sie das Amt zurück, wenn Sie die Stadt dort nicht ordentlich vertreten können" fordert der GRÜNE Gemeinderat Gebi Mair den Olympiaworld-Geschäftsführer und EURO-08 Koordinator auf. "Müssen die Aufsichtsräte der anderen städtischen Gesellschaften in denen Sie die Stadt vertreten auch immer ohne Ihre werte Anwesenheit auskommen?" befürchtet Mair das Schlimmste.

"Aber auch die anderen politischen Vertreter der Stadt werden sich fragen lassen müssen, ob die Vertretung der Stadt im Aufsichtsrat für sie keine besondere Bedeutung hat" kündigt Mair peinliche Fragen für die Aufsichtsräte an: "Das gilt für Michael Bielowski ebenso wie für FI-Gemeinderat Christoph Kaufmann und VP-Vizebürgermeister Eugen Sprenger." Eine Abwesenheit der städtischen Vertreter mit Ausnahme des Finanzdirektors, wie sie derzeit kolportiert werde, sei für die GRÜNEN jedenfalls "unverzeihlich und fahrlässig. Man muss direkt sagen: dumm."

Aus finanzieller Sicht bedauern die Innsbrucker GRÜNEN den Wirtschaftskammer-Rückzug aus der Messe nicht. Sie fragen sich lediglich, wie die Mitglieder der Kammer diese Entscheidung aufnehmen werden. "Aber wenn man hört, dass die Aufsichtsräte der Stadt durch Abwesenheit geglänzt haben, dann wird die Angelegenheit von einer Fehlentscheidung der Wirtschaftskammer zu einem Debakel der Stadtregierung."

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