ROLA-JUBEL MACHT TRAURIGE TRANSIT-BILANZ NICHT WETT

Montag, 10. Dezember 2007, 14:41 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Willi: "Ein Viertel weniger LKWs auf Schiene als 2003"


"Ich kann das Selbstlob der Regierung für die Zunahme beim Bahn-Güterverkehr durch Tirol nicht nachvollziehen. Tatsache ist, dass im Jahr 2003 155.000 LKW mit der Bahn über den Brenner gefahren sind. 2006 waren es 120.000, also um ein Viertel weniger. Und darüber wird gejubelt?", kann Willi die "Selbstbeweihräucherung" von ÖVP und SPÖ nicht verstehen.

Die 120.000 LKWs auf Schiene sind für den GRÜNEN Klubobmann eine äußerst schwache Bilanz. "Während die LKW-Belastung auf der Straße unerträgliche Ausmaße annimmt, hinken wir bei der 'Rollenden Landstraße' hinter den Zahlen von 2003 hinterher. Was daran ein positives Signal sein soll, ist mir schleierhaft“, analysiert Willi die heute veröffentlichten Zahlen. Die Regierung gehe mit ihrer traurigen Transit-Bilanz hausieren. "Jubelmeldungen lancieren, statt wirksame Maßnahmen setzen" sei das Motto von ÖVP und SPÖ.

Nur mit einer großräumigen Verlagerungsmaßnahme könne man LKWs im großen Stil auf die Bahn bringen. "Diese Regierung kostet dem Land Tirol die letzte Glaubwürdigkeit in Brüssel, wenn sie den Zick-Zack-Kurs bei der Alpentransitbörse weiterfährt", ärgert sich Willi. Langfristig könne nur der Handel mit einer beschränkten Zahl von LKW-Fahrten über die Alpenpässe die Transit-Lawine in die Schranken weisen.

In einem aktuellen Landtags-Antrag machen sich die GRÜNEN für eine Verlagerung stark: "Mit der Kombination 'Güter auf die Bahn' und 'leisere Güterzüge' können wir viel für die Gesundheit der TirolerInnen tun." Ob die Regierungsparteien aber bei diesen wirksamen Maßnahmen gegen den Transit mitmachen, oder sich weiter mit ihrem Selbstlob blenden, sei wie gewohnt nicht absehbar, so der GRÜNE Klubobmann abschließend.

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