Die Jungen SozialistInnen Tirol starten zum Jahresabschluss ihre neue
landesweite Kampagne "Armut ist heilbar, Reichtum ist teilbar!".Die
Kampagne wendet sich gegen tendenziell wachsende Armutseaten und soll auf
das Ungleichgewicht bei der Verteilung des Wohlstandes in Tirol und
Österreich aufmerksam machen.
Während Vermögen und Spitzeneinkommen steuerlich entlastet werden, werden niedrige Einkommen stark belastet und Zahlungen für sozial Schwache gekürzt. Von 1998 bis 2007 sank die Lohnquote von 71,6 % auf 64,5 % - Tendenz weiter fallend. Das heißt, dass wesentlich mehr Geld in Gewinne und Vermögen von UnternehmerInnen wandert. Bertold Brecht bringt es genau auf den Punkt: ,Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.' ", so Marko Miloradovic, Landesvorsitzender der JUSOS Tirol.
Marko Miloradovic, fordert im Rahmen der Kampagne effektive Maßnahmen zur Armutsbekämpfung: "Wohlstand muss gerecht verteilt werden. Um dies zu gewährleisten brauchen wir eine Besteuerung von Vermögen. Es ist nicht einzusehen, dass die Erbschaftssteuer abgeschafft wird, während gleichzeitig der Zugang zu Bildung beispielsweise durch Studiengebühren blockiert wird." Miloradovic betont, dass es viel Wege gibt, die in die Armut führen, und etliche politische Maßnahmen, die sie bekämpfen: "Bekämpfung von Armut hat viele Facetten. Sie fängt bei ihrer Vermeidung an, beispielsweise durch gleiche Chancen für alle im Bildungssystem, und endet in einem effektiven sozialen Auffangnetz." "Es gilt auch besonders armutsgefährdete Gruppen sichtbar zu machen: Frauen, MigrantInnen, junge und alte Menschen sind für Armut besonders anfällig. Aus diesem Grund muss Armutsbekämpfung auch immer spezielle Maßnahmen für diese Gruppen beinhalten, etwa das Schließen der Lohnschere zwischen Frauen und Männern oder die Anhebung der Lehrlingsentschädigung." , so Miloradovic abschließend. Die Termine: Im Jahr 2007 werden die JUSOS in 5 Orten Tirols sechs Mal Station machen: Kufstein, 11.12