Hörmann & Schindl-Helldrich: Weiterer Ausbau notwendig
Die Einigung hat für die GRÜNEN "echte Signalwirkung": Das Land würde nicht nur dem nachweisbar steigenden Bedarf nach Gewaltschutzeinrichtungen endlich Rechnung tragen, sondern die Augen vor der gesellschaftlichen Realität nicht länger verschließen -- "Ein Erfolg, der zu einem großen Teil der zähen Arbeit der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses und auch dem politischen Druck der Grünen auf Landes- und Stadtebene zu verdanken ist," ist die Grüne Landtagsabgeordnete Angelika Hörmann überzeugt.
"Besonders erfreulich" ist für die Innsbrucker GRÜNE Frauensprecherin GRin Ulli Schindl-Helldrich der Umstand, dass nach langer Weigerung nun auch die Tiroler Gemeinden ins Frauenhaus-Finanzierungsboot geholt wurden . "Bisher haben sich Stadt und Land alljährlich die finanzielle Verantwortung zu Lasten der betroffenen Frauen hin- und hergeschoben. Dieses unwürdige Schauspiel sollte damit vorerst der Vergangenheit angehören." Unterm Strich sehen die beiden GRÜN-Politikerinnen aber noch immer Handlungsbedarf. Schließlich ist Tirol im Bundesländervergleich absolutes Schlusslicht bei Frauenhaus-Plätzen. Der erwünschte und geforderte regionale Ausbau von Frauen-Gewaltschutzeinrichtungen sei noch lange nicht erreicht. "Wir Grüne werden auch weiterhin auf Landes-, Stadt und Gemeindeebene dafür kämpfen, dass es in allen Tiroler Regionen genügend Frauenhäuser und Frauenhausplätze geben wird," so das Fazit von Angelika Hörmann und Ulli Schindl-Helldrich.