Schweigkofler versteht Haltung der Tiroler ÖVP nicht
"Nur Deutschland und Österreich wehren sich gegen die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen. In keinem anderen europäischen Staat werden die Kinder so früh getrennt", stellt Schweigkofler fest. Die ÖVP solle endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Erfahrungen mit der gemeinsamen Mittelschule sehr gut sind.
Als Argument führt der GVV-Vorsitzende an, dass die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler in Ländern mit gemeinsamer Unterstufe unvergleichlich höher ist. Andererseits sei das immer wieder zitierte "Gespenst" einer Nivellierung nach unten völlig haltlos. Der Anteil an SpitzenschülerInnen sei da wie dort gleich hoch, die individuelle Förderung weitaus besser. "Wovor hat die ÖVP Angst?", fragt sich Schweigkofler. "Die sachlichen Argumente sprechen für die gemeinsame Schule und sind nicht von der Hand zu weisen. Vermutlich will die ÖVP nicht, dass Kinder aus unteren gesellschaftlichen Schichten eine gute Ausbildung bekommen."