Grünewald: "Neue Unregelmäßigkeiten an der Pädagogischen Hochschule"
"Vier der fünf momentanen InstitutsleiterInnen sind rechtlich hochschulfremde Personen", erklärt Grünewald. "Trotzdem wurden sie bereits Mitte September auf einer LektorInnenkonferenz in ihrer neuen Funktion vorgestellt und agieren intern als Leitungsorgane." Die Beschwerde des Dienststellenausschuss kümmere Rektor Juranek offenbar genau so wenig, wie das Prüfverfahren im Ministerium. "Diese Ignoranz ist alles andere als ein Lichtblick in der Österreichischen Hochschullandschaft. Die Pädagogische Hochschule Innsbruck soll und darf nicht zum Ort der Willkür und zum rechtsfreien Raum werden", übt der GRÜNE Wissenschaftssprecher scharfe Kritik.
Die GRÜNEN erneuern ihre Forderung nach eine Neuausschreibung der strittigen Funktionen. "Wenn ein so offensichtlich rechtswidriges Bestellungsverfahren durchgeht, ist weiterem Postenschacher Tür und Tor geöffnet." Juranek selbst habe sich mit seiner Vorgangsweise bei der Bestellung diskreditiert: "Der Rektor muss seine Fehler eingestehen und sich an Gesetze halten, alles andere ist indiskutabel." Dass die rechtswidrig bestellten InstitutsleiterInnen bereits auf der Homepage der Pädagogischen Hochschule in ihrer Funktion angeführt seien und mit Anweisungen gegenüber dem Stammpersonal agieren, darf keinesfalls als Präjudiz gewertet werden. "Hochschule darf nicht zu privaten Spielwiese ihrer leitenden Organe werden", so Grünewald abschließend.