Blanik schlägt leistungsabhängige Umweltabgabe für Schneekanonen vor und will Tourismus in Kyoto-Ziele einbinden
Der am Montag präsentierte Schneemacher verbraucht in 24 Stunden so viel Strom wie ein Einfamilienhaus. "Das ist ein neuerlicher Sprung im Einsatz von Beschneiungsanlagen, die jede Menge Energie verbrauchen und sollte Anlass sein, darüber nachzudenken, wohin diese Entwicklung führt und wie sie gelenkt werden kann", meint Blanik.
Auf die Gefahr von so genannten "Verdichtungseffekten" im Tourismus hat der Tiroler Landesumweltanwalt bereits in seinem Tätigkeitsbericht von 2004/2005 hingewiesen: hoher Energieaufwand, Verkehrs- und Luftbelastungen und Lärm. "Es ist an der Zeit, den Tourismus in die Anstrengungen um die Erreichung der Kyoto-Ziele einzubinden", sagt Blanik. Ähnlich wie sich Gemeinden den Klimaschutzzielen verschreiben, sollten dies auch Tourismusregionen tun. Zudem wäre anzudenken, verbrauchsabhängige Umweltabgaben einzuführen, wie das bei Kraftfahrzeugen bereits der Fall ist. "Je höher der Verbrauch von Energie oder der Schadstoffausstoß, desto höher die Abgabe", kann sich Blanik vorstellen.