KOLER VERWEIGERT SICH DEN REALITÄTEN BEI DER KINDERBETREUUNG

Freitag, 02. November 2007, 14:04 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Hörmann: "Landesrat stößt jene Eltern vor den Kopf, die sich ein gutes Angebot wünschen"


"Der Ausbau der Kinderbetreuung ist der ÖVP offenbar nach wie vor kein ernstes Anliegen", kontert die GRÜNE Frauensprecherin Angelika Hörmann auf Aussagen des Bildungs-Landesrats. Koler hatte jene, die ein flächendeckendes Kinderbetreuungs-Angebot verlangen, als 'Sozialträumer' verunglimpft. "Damit attackiert Koler all jene Familien in kleineren Gemeinden am Land, die auf keinerlei öffentliche Kinderbetreuung zurückgreifen können. Diese abgehobene Art und Weise, mit Eltern und ihren Wünschen umzugehen, zeigt die familienpolitische Schwäche für die ÖVP", ärgert sich Hörmann.

Der Evaluierungsbericht Schulische Nachmittagsbetreuung im Schuljahr 2006/07 bestätige die Kritik der GRÜNEN, so Hörmann weiter. "Die Eltern wünschen sich ein flexibleres Angebot, längere Anmeldefristen und frühere Informationen über die Kinderbetreuung." Das alles nehme sich Koler offenbar überhaupt nicht zu Herzen, zeigt sich Hörmann angriffig: "Ich fordere Koler dazu auf, den Bericht seiner eigenen Abteilung noch einmal zu studieren. Wenn er die Mängel beheben würde, die dort angesprochen werden, wäre schon viel getan."

Hörmann fordert von der ÖVP ein Umdenken in Sachen Kinderbetreuung. "Nicht die vermeintlichen 'Sozialträumer' sind das Problem, sondern die Realitätsverweigerer. Koler soll seine veralteten Wertvorstellungen endlich aufgeben und die Bedürfnisse einer modernen Welt nicht länger ignorieren." Berechtigte Kritik lächerlich zu machen, sei auf jeden Fall der falsche Weg. Koler stoße mit seinen Aussagen jene Familien vor den Kopf, die sich eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung wünschen.

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