Aus FI-Fernsehen wird nun Koalitions-Proporz-Fernsehen
"In der letzten Stadtsenatsitzung am 31. Oktober lag der unveränderte (sic!) Amtsvorschlag erneut vor, was im Vorfeld der Stadtsenatssitzung zu lauten und teils heftigen Diskussionen im Besprechungszimmer der Bürgermeisterin führte. Ergebnis: Das bisherige FI-Fernsehen wird zum koalitionären Proporz-Fernsehen. Von den mit Steuergeldern bezahlten bis zu 24 Beiträgen/Jahr (teils in Anlehnung an das jeweilige Hauptthema von "Innsbruck Informiert", teils nach Vorgabe des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit) werden künftig 12 von FI, 8 von SPÖ und 4 von ÖVP-RegierungsvertreterInnen bestritten werden dürfen. Der Versuch von Vizebgm. Sprenger, seine Beitragszahl zulasten von FI auf 5 zu erhöhen, fand keine Mehrheit."
"Wir Grüne haben uns an diesem Gerangel um öffentlich bezahlte TV-Beiträge nicht beteiligt. Denn ausschlaggebend ist für uns nicht die Frage, ob auch die Grüne Stadträtin einmal pro Jahr über den Bildschirm hopst, die zentrale Frage ist für uns vielmehr die, ob es sinnvoll und zumutbar ist, öffentliche Gelder für Einweginformation und parteipolitische Regierungswerbung zur Verfügung zu stellen. Unsere Antwort lautet schlichtweg Nein. Die GRÜNEN würden diese Mittel - wie auch schon 2001 artikuliert - viel lieber in Mehrweginformation, sprich in konkrete Arbeit mit den Menschen, in professionelle Moderation von Beteiligungsprozessen oder Mediation abseits einseitiger Selbstbeweihräucherung der Stadtführung investieren," so Stadträtin Uschi Schwarl, die ihre Kritik nicht an das ausstrahlende Medienunternehmen sondern explizit an die RegierungsvertreterInnen von FI, VP und SP richtet.