Wiesmüller: "Modell verschärft bestehende Probleme"
Wiesmüller sieht darin einen absurden Vorschlag, der das Problem der sozialen Selektion in den Schulen nicht ent-, sondern sogar noch weiter verschärfe: "Ein zusätzlicher Klassenzug in den Hauptschulen nimmt der ÖVP das letzte Argument, das sei noch gegen die gemeinsame Schule der 10-15 Jährigen hatte: Dass zumindest die ländlichen Hauptschulen annähernd Gesamtschulen waren. Auch damit macht die Regierung jetzt Schluss." Der Druck auf LehrerInnen, Eltern und Kinder am Ende der Volksschule werde damit weiter steigen, sagt die GRÜNE Bildungssprecherin eine bedenkliche Entwicklung voraus.
Die GRÜNEN hatten schon seit Monaten eine Modellregion in Tirol für die gemeinsame Schule der 10-15 Jährigen gefordert. "Die Bestrebungen der Bildungsministerin Schmied wurden von der Landesregierung komplett ignoriert. Das neue ,Tiroler Modell' ist eine Narretei, die bestehende Probleme weiter verschärft." Wiesmüller hofft, dass das Bundesministerium dem Spuk um die Gymnasialklasse in den Hauptschulen eine Ende bereiten wird. "Diesen Unfug darf Bundesministerin Schmied nicht genehmigen."