StudentInnen-Liniennetzplan Beleg für Lücken im Radwegenetz

Donnerstag, 04. Oktober 2007, 14:56 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Pitscheider: Städtische Verkehrspolitik "radlos"


Visionlos und lückenhaft ist der "Liniennetzplan für Universitäten", den Stadtrat Walter Peer heute im Rahmen eines Pressegsprächs vorstellen wird für die GRÜNE Verkehrssprecherin GRin Sonja Pitscheider. Zwar seien Fakultätenstandorte ebenso hervorgehoben wie einzelne Radrouten, was für Pitscheider prinzipiell zu begrüßen ist, zugleich sei der Studi-Stadtplan jedoch auch Beleg für die Visionslosigkeit in der städtischen Verkehrspolitik. "Es wird tunlichst vermieden, von einem "Radwegenetz" zu sprechen, weil sich die Stadtführung sehr wohl bewusst ist, dass es ein solches in Innsbruck schlicht nicht gibt. Die Schuld dafür ist bei den Verantwortlichen selbst zu suchen: erst jüngst wurde dem Lückenschluss am Marktplatz von Stadtrat Peer eine Absage erteilt," für Pitscheider ein "klares Ja zum Radwege-Fleckerlteppich und ebenso klares Nein zur Forcierung des Fahrrads als umweltfreundliches Verkehrsmittel." Lückenhaft ist der Studi-Stadtplan für die GRÜNE Verkehrssprecherin auch aufgrund der Tatsache, dass der Uni-Standort am Langen Weg schlicht nicht angeführt ist.

Seit Jahren stagnieren die RadfahrerInnenzahlen in der Landeshauptstadt, einE RadfahrkoordinatorIn - in vielen Städten längst selbstverständlich - gibt es nicht, ausreichend Abstellmöglichkeiten (im Idealfall überdacht) sind nicht vorhanden oder geplant: das ist Verkehrspolitik um des Autoverkehr willen und nicht um der umweltfreundlichen Mobilität willen. Von einer zukunftsorientierten städtischen Verkehrspolitik erwarte ich mir mehr als vierfärbige lückenhafte Stadtpläne – nämlich das unmissverständliche Bekenntnis zum Fahrrad und dementsprechende bauliche Maßnahmen," bringt es Pitscheider auf den Punkt.

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