Scheiber: "Verhandlungsposition Tirols durch Cross-Border-Verträge geschwächt"
"Die Krokodilstränen des Landeshauptmanns sind allerdings unglaubwürdig", so Scheiber weiter. Sie sieht die Position Tirols gegenüber der EU-Kommission als geschwächt, weil die Landesregierung bereits im Jahr 2003 eine Art Privatisierung des Stromnetzes zugelassen hat. "Wer einerseits 30% des Stromnetzes durch Cross-Border-Verträge an US-Investoren verscherbelt, jetzt aber als großer Kämpfer gegen die Privatisierungs-Pläne der EU-Kommission auftritt, hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem."
Den GRÜNEN gehe es jetzt um parteiübergreifende Bemühungen gegen den Verkauf der "Hauptschlagadern der Stromversorgung", erläutert Scheiber: "In der aktuellen Debatte unterstützen wir den Landeshauptmann, auch wenn er die Schwächung der Position Tirols zu verantworten hat."