Hosp gefährdet Wacker-Idee

Mittwoch, 19. September 2007, 19:23 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

GRÜNE fordern Unterstützung für Konzept statt Demolierungsplan


"Die schwarzen Granden haben Stocker nie eine Chance gegeben" ärgert sich Gemeinderat Martin Hof, Sportsprecher der Innsbrucker GRÜNEN. Stockers Konzept beruhe auf Nachwuchsarbeit, Faneinbindung und Kooperation. "Stocker versucht, einen Spitzenfußballklub nachhaltig zu führen. Das verdient Unterstützung."

Anfänglich habe die Politik dem Präsidenten das Blaue vom Himmel versprochen. Man sei wohl froh gewesen, dass sich nach der FC Tirol Pleite überhaupt jemand um den Spitzenfußball kümmert. "Dann hat man Stocker hängen lassen“ ärgert sich Hof.

Seit Jahren habe der Verein um die zugesagte Unterstützung aus Wirtschaft und Politik gebeten - vergeblich. Auch wenn der sportliche Erfolg noch auf sich warten lasse, das "Konzept Stocker" wurde allgemein auch als vorbildlich für eine nachhaltige Zukunft des österreichischen Fußball gesehen. Durch die Initiative von Hosp und Eberle sei das Erreichte nun gefährdet, fürchtet der GRÜNE Gemeinderat.

"Hosps 'Rettungsplan' kann auch ein 'Demolierungsplan’ sein. Anstatt Stocker endlich die versprochene Unterstützung für sein Konzept zu geben, soll er offenbar abgeschoben und den Sonsoren ein gewichtiges Entscheidungrecht eingeräumt werden!" ist Hof entrüstet.

Neben der Stillosigkeit, ein Rettungspaket ohne Einbeziehung des bisherigen Obmannes auszuarbeiten, wirft die jetzt kolportierte "Lösung" für die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl noch weitere Fragen auf. "Gibt es Sideletters bzw. Gegengeschäfte, welche die Skigebietsbetreiber für den Einstieg ins Sponsorenboot motiviert haben? Auch wenn ein direkter Zusammenhang zwischen der einen oder anderen Skigebietserweiterung nie direkt nachweisbar sein wird, die Liebe zum Tiroler Fußball wird wohl nicht alleinige Triebfeder gewesen sein," warnt Schwarzl davor "durch ein Konglomerat aus Politik, politiknahen (TIWAG) und politikabhängigen (Skigebiete) Sponsoren letztlich auch den Weg in eine sponsorenabhängige Politik zu gehen."

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