Wahlfreiheits-Lüge?

Mittwoch, 12. September 2007, 16:30 Uhr

Beitrag von: Monika

In den Artikeln „Gesamtschule fern, Tirol setzt Akzente“ (10.9.2007) und „VS/SP im Schulstreit“ und „Immer Weniger Schüler“ (11.9.2007) berichtete dieTiroler Tageszeitung aktuell, dass das VP/SP-Schultheater weiter geht. Nicht gerade überraschend., das verlockt zum Leserbriefschreiben...

Der ÖVP-Wahlfreiheits-Schwindel???

Pünktlich nach den Ferien und der Politiker-Sommerpause setzt sich der „VP/SP-Schulstreit“ fort. Auch in Tirol werden Neuerungen angedacht. Bildungslandesrat Koler etwa blickt zufrieden auf die Hauptschulspezialisierungen zurück und denkt eine verpflichtende Bildungsberatung an.

Indessen stimmten die Tiroler Eltern auch für dieses Schuljahr „mit den Füßen ab“ (Copyright Prof. Anton Pelinka). Während die Schülerzahlen in den Hauptschulen seit Jahren zurückgehen, stagnieren sie in der Gymnasienunterstufe praktisch. Was nicht heißen soll, dass hier auch die Nachfrage stagniert.

Im Gegenteil: Wenn die ÖVP ihren Slogan von der Wahlfreiheit bei den Schulen wirklich auch selbst ernst nehmen würde, und so viele erste Gymnasien-Klassen bereitstellte, wie sie die Eltern und Schüler tatsächlich nachfragen, dann würde die Schülerzahl in den Unterstufen geradezu explodieren. Seit Jahren ist die Nachfrage weit größer als die Zahl der tatsächlich vorhandenen Plätze in den ersten Klassen. Die Zahlen können ausschließlich durch verstärkte Selektion und künftig eventuell sogar durch Aufnahmeprüfungen konstant gehalten werden. Wahlfreiheit gibt es also ausschließlich für die vorhandenen Gymnasien, die sich ihre Schüler aussuchen können. Die Schüler und Eltern haben oft keinerlei Wahl. Sehr volksnah ist das nicht, ovn der Volkspartei..

Echte Wahlfreiheit gilt für alle Beteiligten gleichermaßen!

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