Niederwieser zu Ost-West Gefälle beim Hochschulzugang

Freitag, 03. August 2007, 06:48 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Eine Langzeitfolge der frühen Trennung der Schüler


"Dass der "Bericht zur Lage der Studierenden 2006" ein deutliches Ost-West-Gefälle beim Hochschulzugang zeigt, hängt meines Erachtens auch mit der frühen Trennung der Schüler zusammen," betont SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. "Nichts gegen die hohe Qualität der Hauptschulen in Tirol und Vorarlberg - auf längere Frist zeigen sich aufgrund der frühen Trennung aber eklatante Unterschiede im aktuellen Hochschulzugang."

"In Wien (44,9 Prozent) und im Burgenland (36,7 %) beginnen laut Bericht deutlich mehr Leute eines Altersjahrgangs ein Studium als in Tirol (24,9 %) oder in Vorarlberg (22,9) und im Westen wächst die Hochschulzugangsquote auch geringer," so Niederwieser und merkt an, dass die beiden Bundesländer auch bei den Zahlen der Zuwächse bei Fachhochschulstudiengängen stark nachhinkten: In Tirol etwa plus 3,3 Prozent bei einem österreichischen Durchschnittszuwachs von plus 6,7 Prozent.

"Schaut man sich die Zahlen der Schüler nach Schultypen und Bundesländern im Schuljahr 2005/06 der "Statistik Austria" an, zeigt sich ein klares Bild: In Wien besuchen schon mehr Schüler die AHS-Unterstufe als die Hauptschule. In Tirol gibt es dagegen 27053 Hauptschüler und 7335 AHS-Unterstufler, also beinahe vier mal so viele. Für mich ist das ein klarer weiterer Beweis für die längerfristig negativen Auswirkungen der frühen Trennung in AHS-Unterstufe und Hauptschule - und ein zusätzliches starkes Argument für eine gemeinsame Mittelstufe," so Niederwieser abschließend.

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