Stadt verschiebt Energie-Umstieg auf Sankt Nimmerleinstag

Freitag, 06. Juli 2007, 14:56 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Schwarzl: Umstiegsförderung „Umwelt-Plus SONNE“ für heuer wohl abgesagt


"Da haben sich alle umweltbewussten InnsbruckerInnen wohl zu früh gefreut" ist die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl über das Vorgehen der Stadtkoalition bei der der Energie- Umstiegsförderung "Umwelt-Plus SONNE" enttäuscht. Im Stadtsenat war zur Freude der GRÜNEN ein Vorschlag vorgelegen, der die Installation von Solaranlagen, den Einbau von Pelletsanlagen oder die Umrüstung auf Erdgas mit insgesamt 350.000 Euro heuer und 500.000 Euro im nächsten Jahr fördern sollte. Die städtische Förderung sollte dabei auch die Kürzungen des Landes bei der Solarförderung auffangen.

"Der Vorschlag für Umwelt-Plus SONNE kam aus dem Umweltausschuss und ist eine langjährige Forderung der GRÜNEN. Anstelle eines Beschlusses wollte der Stadtsenat die Sache an den Umweltausschuss zurückverweisen, dann in die Regierungsklausur und schließlich landete die Angelegenheit sogar bei den anstehenden Budgetverhandlungen im Herbst" schüttelt Schwarzl den Kopf. "Damit wurde die Energie-Umstiegsförderung auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben und mindestens ein halbes Jahr verplempert. Während es in 115 Tiroler Gemeinden ähnliche Förderungen gibt, tritt die Landeshauptstadt weiter auf der Stelle."

Durch die einkommensunabhängige Solarförderung des Landes war in Tirol ein regelrechter Solarboom ausgelöst worden. "Leider hat das Land diese Förderung eingestellt und wird damit den Solarboom auch abdrehen" so Schwarzl. Die Stadt hätte die Chance gehabt, hier zeitnah entgegenzuwirken: "Solarboom, das heißt: ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz. Das heißt Unabhängigkeit von Öl und Gas. Und das heißt neue hochwertige Arbeitsplätze. Aber all das kann in Innsbruck offenbar noch länger warten," ist Schwarzl über das Verhalten der Stadtführung enttäuscht.

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