Vizebürgermeister Platzgummer als rechter Wolf im ÖVP-Schafspelz
"Derartige Versuche, Probleme zu verdrängen, die Stadt zu säubern und die Stadt somit zur Tourismuskulisse zu degradieren, sind seitens der bekannten im Wahlkampf Freibier ausschenkenden Schreier nichts Neues. Bisher hat es aber gegen solches Scharfmachen im Gemeinderat stets noch eine Koalition der Vernunft und Urbanität gegeben. Doch diese Zeiten scheinen vorbei. Allen voran Vizebürgermeister Christoph Platzgummer, Dauerlächler als Sportreferent und EURO 08-Vermarkter, entpuppt sich zunehmend als Wolf im Schafspelz. Wären nicht noch juristische Prüfungen vonnöten, hätte er den Antrag wohl auch gleich angenommen" kann die GRÜNE Stadträtin Uschi Schwarzl nur verwundert den Kopf schütteln.
Schutzzonen dort, Videoüberwachung da, Aufenthaltsverbote dort, Alkoholverbot da - Politiker vom Stil eines Federspiel oder Platzgummer machen den öffentlichen Raum eng und zu, ohne die vermeintlichen und tatsächlichen Probleme, die diesen Restriktionen zugrunde liegen auch nur annährend zu lösen. Einen Ruf bei den TouristInnen gelte es zu verteidigen, so die städtischen Kulissenschieber. "An den Ruf, den sie bei den eigenen Jugendlichen, der eigenen künftigen Generation verlieren, denken sie nicht" fordert Schwarzl ein Umdenken. Dazu bräuchte es eine Politik der Deeskalation anstatt des Aufbauschens, eine ursachen- und lösungsorientierte Sozial - und Suchtpolitik, ein Ernstnehmen von Fähigkeiten und Stärken anstatt ein Bekämpfen von Defiziten, ein individuelles Setzen von Grenzen anstatt verallgemeinernder wirkungsloser Grenzziehungen. Ja, die Nutzungen in der Stadt und daraus resultierende Probleme und Konflikte sind komplex. Dazu bräuchte es PolitikerInnen an der Spitze, die diese Komplexität als Herausforderung annehmen, nicht aber Populisten und Scharfmacher, denen es nämlich in Wirklichkeit nur um den eigenen Ruf geht, egal, wie er zustande kommt.