Innsbruck nicht zum Potemkin`schen Dorf machen

Freitag, 15. Juni 2007, 14:12 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

SP-Gemeinderätin Marinell: im Umgang mit Randgruppen ist "urbane Kompetenz“ gefordert


"Bänke wegtragen und Büsche stutzen ist nichts anderes als der Versuch, die Sichtbarkeit von Armut, Obdachlosigkeit und Suchtkrankheit aus dem öffentlichen Raum zu drängen" sagt SP-Gemeinderätin Sigrid Marinell nach der "Säuberung" des Landhausplatzes. Damit wolle die ÖVP ein vermeintlich konfliktfreies Stadtbild konstruieren. "Das ist aber nichts anderes als eine kosmetische Korrektur. Damit wird den Ursachen von Obdachlosigkeit, Armut oder Sucht nicht auf den Grund gegangen", kritisiert Marinell.

In einer lebendigen Stadt treffen unterschiedliche Lebensstile und Lebensschicksale aufeinander. Mit diesen Verschiedenheiten umzugehen, erfordere "urbane Kompetenz". "Wenn dies nicht möglich ist, wird eine Stadt zu einem Potemkin`schen Dorf", fürchtet Marinell.

0 Kommentar(e)



http://imzoom.info/article.php/20070615141256823