Für Attac waren die Protestveranstaltungen zum G8-Gipfel ein großer Erfolg. Zehntausende Menschen auf den Strassen sind der Beweis, dass das derzeitige globale Wirtschaftssystem, in dem eine Minderheit gewinnt und die Mehrheit verliert, nicht kritiklos hingenommen wird.
Für Attac ist die scheinheilige Politik der G8 ist nicht an Absichtserklärungen sondern an den konkreten Taten zu messen. Niemand trägt mehr Verantwortung für die unfairen Regeln, nach denen die Globalisierung heute funktioniert als die G8. Würden die mächtigen Regierungen auf die Menschen auf der anderen Seite des Zaunes hören, könnten sie sinnvolle Vorhaben mit vielen Staaten gemeinsam in der UNO durchsetzen.
Neben der fraglichen Umsetzung der (wiederholt) angekündigten Hilfe für Afrika darf dabei aber nicht übersehen werden, an welche Bedingungen diese Hilfe geknüpft ist. Gerade über die Durchsetzung von Freihandelsinteressen holen sich die so genannten Geberländer ein Vielfaches der versprochenen Hilfsmittel wieder zurück. Auch von einem Nachfolge-Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Reduktionszielen sind die G8 weiter entfernt denn je. Eine effektive Regulierung der Finanzmärkte ist seitens der G8 nicht einmal angedacht.