Schwarzbauten Arzl: Platzgummer will Raumordnungskonzept aushebeln

Dienstag, 05. Juni 2007, 14:33 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

GRÜNE pochen auf Raumordnungskonzept


Für die Einhaltung des vom Gemeinderat beschlossenen örtlichen Raumordnungskonzepts (ÖROKO) und gegen die Umwidmung der beiden Schwarzbauten-Grundstücke in Bauland spricht sich GRÜNE-Stadträtin Uschi Schwarzl aus. Eine solche Umwidmung käme einer Verabschiedung vom ÖROKO gleich, warnt Schwarzl: "Das (ÖROKO) ist ein rechtsverbindliches, vom Gemeinderat beschlossenes auf 10 Jahre ausgelegtes Planungsinstrument. Oberstes Ziel in puncto Stadtentwicklung ist der haushälterischer Umgang mit Grund und Boden. Bei einem nur mäßigen Randwachstum soll sich die Stadt verstärkt nach innen entwickeln, die für Naherholung wertvollen Bereiche entlang der Siedlungsränder bzw. zwischen Siedlungsteilen sollen gesichert und frei von Bebauung gehalten werden," ruft Schwarzl Vizebgm Planungsstadtrat Platzgummer in Erinnerung.

Nach wie vor seien in Innsbruck Dutzende Hektar Bauland gewidmet. Anstelle von Neuwidmungen am Stadtrand und einem Ausfransen der Stadt ins Umland solle laut Schwarzl in erster Linie vorhandenes Bauland einer Bebauung zugeführt werden. "Es geht außerdem auch um die Erhaltung von Flächen für die Stadt-Landwirtschaft: Gerade die Gründe zwischen Arzl und Rum, nördlich der Dörferstraße, sind laut ÖROKO wichtige Vorsorgeflächen für die Landwirtschaft. Die von Platzgummer gewünschte Stadterweiterung im Osten, um zwei (!) Schwarzbauten zu sanieren, würde nicht nur zu einer partiellen Änderung des ÖROKO führen, sondern dieses in seinen Grundsätzen aushebeln," so Bauausschuss-Mitglied und Klubobmann Gerhard Fritz.

"Vizebgm und Planungsstadtrat Platzgummer will - offenbar getrieben von den Wirtschafts- und BauernbündlerInnen seiner Fraktion - zur Sanierung der Schwarzbauten in Arzl die Stadt massiv nach Nordosten erweitern. Dem werden wir GRÜNE sicherlich nicht zustimmen," so beide unisono.

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