BRENNER-TRANSIT SPRENGT 2 MILLIONEN-GRENZE

Dienstag, 05. Juni 2007, 14:29 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Willi fordert schärfere Gangart von ÖVP und SPÖ


Als in Zahlen gegossenes "Transitversagen" der ÖVP-SPÖ-Landes- und Bundesregierung wertet der GRÜNE Klubobmann Georg Willi die aktuellen Zahlen aus dem Verkehrsbericht des Landes. Dass im Jahr 2006 erstmals die 2 Millionen LKW-Grenze am Brenner überschritten wurde, sei auch und vor allem die Folge der halbherzigen Anti-Transit-Maßnahmen. Dass es etwa länger als 2 Jahre dauert, bis das Fahrverbot für EURO 2 LKW in Kraft treten kann, sei ein reines "Zugeständnis" von ÖVP und SPÖ an die heimische Wirtschaft.

"Das Patentrezept von Schwarz und Rot zur Bekämpfung der dicken Luft besteht meist aus nichts als heißer Luft. Von Ankündigungen, die entweder spät, lasch oder nie umgesetzt werden, hat die Bevölkerung endgültig die Nase voll. Die Belastungen für die Gesundheit und die Umwelt werden dadurch jedenfalls nicht geringer," stellt Willi einmal mehr klar, dass eine schärfere Gangart zur Eindämmung des LKW-Verkehrs vor allem eine Willensfrage ist. Anstatt nur vom Brennerbasistunnel zu träumen, müssten viel entschiedener verkehrsbeschränkende Maßnahmen angegangen werden, so Willi in Anspielung auf das sektorale LKW-Fahrverbot.

Die GRÜNEN seien seit langem auch international tätig, um positives Lobbying für Tirol zu betreiben. Klubobmann Georg Willi, der derzeit in Brüssel weilt, trifft heute mit einem hohen Beamten der Generaldirektion Verkehr zusammen. Thema: die mögliche Lösung des alpenweiten Transitproblems durch Einführung der sogenannten Alpentransitbörse. "In der Schweiz wird bereits intensiv an der Einführung des Modells Alpentransitbörse gearbeitet. Damit dieses alpenweit Realität werden kann, gilt es, möglichst viel Überzeugungsarbeit zu leisten und Verbündete zu finden," verdeutlicht Willi.

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