GRÜNE wollen städtische Sitzmöbel wieder aufstellen
Saufen, egal ob von Jung oder Alt sei ein Problem, das nicht verharmlost werden solle, verlangt der GRÜNE Gemeinderat Gebi Mair: "Aber eine jugendfreie Innenstadt, wie sie Vizebürgermeister Platzgummer als Scharfmacher der Stadtführung offenbar vorschwebt, ist weder wünschenswert noch wird sie dieses Problem lösen."
"Alle konsumzwangfreien Sitzgelegenheiten in der Prachtstraße zu entfernen, ist reine Symptombekämpfung", ist Gebi Mair empört. "Wenn man junge Menschen von der Straße vertreibt, dann besaufen sie sich entweder in Lokalen oder in Privatwohnungen. Das ist sicher nicht besser. Vertreibung aus dem öffentlichen Raum befriedigt höchstens Politiker, die sich Verdienste als selbsternannte Saubermänner erwerben wollen." Deshalb verlangen die Grünen, dass die gestern entfernten Stadtmöbel wieder aufgestellt werden. Schwarzl wünscht sich ein "Ende einer Diskussion, die nur verbieten will. Was wir eigentlich brauchen, sind Alternativen. Alkohol ist eine Droge. Und da braucht es Drogenprävention", fordert Schwarzl eine Offenlegung der Mitglieder des "runden Tisches" in Sachen Maria Theresienstraße. Bürgermeisterin Hilde Zach hatte die Existenz eines derartigen runden Tisches im Stadtsenat angedeutet. "An einem derartigen runden Tisch dürfen nicht nur Ordnungshüter von Polizei und städtischer mobiler Überwachungsgruppe sitzen. Ihm müssen unbedingt Fachleute aus dem Bereich Suchtprävention/Suchtbeirat des Landes, StreetworkerInnen, MDA-Basecamp und andere SozialarbeiterInnen beigezogen werden," fordert die GRÜNE Stadträtin ein Zurück zur Vernunft, zur Deeskalation und zum sinnvollen und angemessenen Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.