SozialdemokratInnen gedachten der Opfer des Faschismus in Mauthausen und auf Schloss Hartheim
Die Nationalsozialisten missbrauchten Schloss Hartheim in Alkoven als unmenschliche Tötungsstätte im Rahmen des Euthanasieprogramms „T4“. Das Schloss ist heute eine viel besuchte Gedenkstätte für die Opfer, von denen Hunderte aus Nord- und Südtirol sowie aus Vorarlberg stammten. Die Tiroler SozialdemokratInnen gedachten dieser Opfer und nahmen an einer Führung durch die Anlagen des Schlosses teil.
Mühlviertler "Hasenjagd" 1945 sind 500 zum Tode verurteilte sowjetische Kriegsgefangene aus dem KZ Mauthausen ausgebrochen. Nur neun KZ-Häftlinge haben den Ausbruch überlebt. In der Nacht des Ausbruches hat die SS die Bevölkerung aufgerufen, "die KZ`ler zu jagen wie die Hasen". Zwei der Geflüchteten wurden von einer Bäuerin über drei Monate vor den Suchmannschaften und deren Hunden bis zur Befreiung im Mai 1945 versteckt. Die damals 14jährige Tochter dieser furchtlosen Frau gewährte der Tiroler Gruppe einen tiefen und bleibenden Eindruck in eine unbarmherzige Zeit und ein mörderisches, menschenverachtendes System. Befreiungsfeier Am nächsten Tag nahm die Gruppe an der Befreiungsfeier im KZ Mauthausen teil und traf sich an der Gedenktafel für den im KZ ermordeten Schutzbundführer Richard Bernaschek, um gemeinsam mit Justizministerin Maria Berger der Ereignisse zu gedenken. "Wir müssen die Demokratie jeden Tag neu verteidigen und den Faschismus, insbesondere den derzeitigen Alltagsfaschismus, jeden Tag aus Neue bekämpfen", fassen Gabriela Schroffenegger und Helmut Muigg, die die Reise geleitet hatten, zusammen. Kranzniederlegung Am Dienstag legten außerdem VertreterInnen der FreiheitskämpferInnen am Mahnmal in der Reichenau in Innsbruck einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des dortigen Arbeitserziehungslagers nieder. Dieses Lager stand an Brutalität und Grausamkeit den übrigen Lagern der Nazis in nichts nach.