Gämsen und Adler kennen keine Staatsgrenzen

Freitag, 11. Mai 2007, 16:44 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Alpenpark Karwendel wirbt bei EU-Parlamentarier Bösch für sein Projekt


Einen Eindruck von der Schönheit des Karwendel bekam heute Mittag EU-Parlamentarier Herbert Bösch bei einem Besuch im Halltal, einem der Tore zum Alpenpark Karwendel. Bei einem bodenständigen Gamsgulasch sollte ihm Appetit auf eine finanzielle Unterstützung der EU gemacht werden. Vertreter des Trägervereins, dessen Gründung kurz bevorsteht, machten klar, dass die Weiterentwicklung des Naturjuwels jede Unterstützung der EU, wo immer möglich, braucht.

Beim Workshop vergangenen Montag sei klar geworden, dass alle an einem Strang ziehen, berichteten die Bürgermeister von Absam und Thaur, Arno Guggenbichler (SP) und Konrad Giner (VP). "Die Frage der Finanzierung ist noch nicht endgültig geklärt, hier wird es noch Gespräche von Landesrätin Hosp mit einzelnen Gemeinden geben", sagte Guggenbichler.

Gemeinsam mit Vertretern des Landes erläuterten die beiden Gemeindevertreter die Besonderheiten des Karwendel: Mit der hohen Qualität seines Wassers ist es ein Wasserschloss von unschätzbarem Wert, der Steinadler kommt hier so häufig wie nirgendwo sonst in Österreich vor und der Bestand an Ahornbäumen ist der größte der Alpen.

Der entscheidende Punkt für EU-Parlamentarier Bösch ist die Zusammenarbeit über die Staatsgrenzen hinweg. "Einen europäischen Beitrag gibt es überall dort, wo es darum geht, das gemeinsame Erbe zu verwalten und das ist hier der Fall. Gämsen und Steinadler kennen ja keine Staatsgrenze." Voraussetzung sei, dass die Menschen die Grenzen in ihren Köpfen überwinden: "Die Europäische Union kann die Grenzen klein machen, darüberspringen muss man selbst."

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