Den Frauen ein Angebot machen

Freitag, 11. Mai 2007, 14:58 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Altersgemische Kindergruppen sind weiterer Schritt zu flexibler Kinderbetreuung


"Der Muttertag eignet sich bestens, um aufzuzeigen, wo man Frauen als Politikerin oder Politiker unter die Arme greifen kann und muss", sagen die beiden SP-Politikerinnen Gabi Schiessling und Gisela Wurm und nennen als Beispiel den Spagat zwischen Muttersein und Beruf. "Kinderbetreuung ist bekanntermaßen einer der zentralen Schlüssel, damit dieser Spagat gelingen kann", so die beiden.

Ein weiterer Schritt zur Unterstützung bei diesem Spagat ist in der gestrigen Landtagssitzung gemacht worden: Einstimmig wurde ein Modellversuch für altersgemischte Kindergruppen beschlossen. Dieses Modell ist besonders für ländliche Gegenden interessant, denn dort lohnt es sich oft nicht, für ein, zwei Kinder eine Kinderkrippe zu eröffnen. Deswegen soll nun erprobt werden, ob die ganz Kleinen - ab einem Alter von zwei Jahren - mit größeren zusammen in einer Gruppe betreut werden können. "Ein solches Modell ist mir schon seit langem ein Anliegen", sagt Landtagsabgeordnete Schiessling dazu und freut sich, dass es nun endlich gelungen ist, gemeinsam mit der Koalitionspartnerin ÖVP einen entsprechenden Antrag durchzubringen.

Sollte das Modell gut angenommen werden - und davon ist Schiessling überzeugt - möchte sie es im Tiroler Kindergarten- und Hortgesetz verankert wissen. Eine Novelle des Gesetzes hat Landesrat Koler in der heutigen Landtagsdebatte angedacht.

"Die öffentliche Hand muss in der Kinderbetreuung flexibler werden, weil die gesellschaftlichen Gegebenheiten das erfordern", meinen Wurm und Schiessling. Sie haben keinen Zweifel daran, dass sich Flexibilität und Qualität in der Kinderbetreuung bestens vereinbaren lassen.

Für viele Familien ist nach zweieinhalb Jahren mit dem Kinderbetreuungsgeld Schluss und die Frauen wollen oder müssen wieder in ihren Beruf einsteigen. "Ihnen soll man kein schlechtes Gewissen, sondern ein Angebot machen und sie ermutigen, wieder arbeiten zu gehen. Das ist schon allein im Hinblick auf eine eigenständige Altersvorsorge notwendig", sagen Wurm und Schiessling abschließend.

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